BSE ist ungefährlich!

Bauernbund fordert: Endlich zugeben, dass BSE ungefährlich ist!

BSE war nie eine Gefahr für den Menschen - diese Auffassung hat der Bauernbund Brandenburg angesichts der Diskussionen um die zwei angeblichen BSE-Fälle aus Brandenburg vertreten. "Statt beschwichtigend von einer ungefährlichen atypischen BSE zu reden, sollten die Veterinäre mal erklären, was an der typischen BSE denn gefährlich sein soll", forderte Bauernbund-Vorstandsmitglied Jens Gerloff, Mutterkuhhalter aus Teetz in der Prignitz: "25 Millionen BSE-Tests in Deutschland haben bisher jedenfalls noch keinen Hinweis darauf gebracht, dass die extrem seltene Krankheit etwas mit der Futteraufnahme zu tun haben könnte." Der Bauernbund verlangt seit Jahren die Abschaffung der BSE-Tests und eine Entschuldigung der verantwortlichen Politiker bei den Bauern für die Folgen der BSE-Hysterie.

Positionspapier zum zehnten Jahrestag der BSE-Hysterie

BSE: Eine extrem seltene Rinderkrankheit und definitiv keine Gefahr für den Menschen Überlegungen anlässlich des zehnten Jahrestages der BSE-Hysterie am 24. November 2010

Die extrem seltene Rinderkrankheit BSE ist nicht auf dem Nahrungsweg übertragbar. Für staatliche Zwangsmaßnahmen wie BSE-Tests, Bestandstötungen, totales Tiermehlverbot und die Überwachung der Rinderbestände in Form einer bundesweiten Datenbank gibt es keinerlei Rechtfertigung mehr.

Zahlen der BSE-Verdachtsfälle

Die absoluten Zahlen der BSE-Verdachtsfälle zeigen zunächst einen deutlichen Rückgang seit der Einführung der staatlichen Zwangsmaßnahmen. Damit wird eine Fortsetzung dieser scheinbar erfolgreichen Politik begründet. Schaut man sich die Zahlen jedoch genauer an, ist festzustellen:

  1. Der Rückgang beschreibt Verschiebungen im Promille-Bereich mit geringem statistischen Aussagewert, noch dazu wenn man in Rechnung stellt, dass es sich lediglich um Verdachtsfälle aufgrund der Tests an gesund geschlachteten Rindern handelt. Die Tests haben nicht mehr ergeben als gewisse Anhaltspunkte dafür, dass das untersuchte Rind möglicherweise irgendwann einmal an BSE erkrankt wäre, hätte man es länger leben lassen. Aus dem gesamten Betrachtungszeitraum sind nur zwölf Fälle bekannt, wo die Krankheit tatsächlich ausgebrochen ist. Diese Rinder wären auch ohne Tests nicht in den menschlichen Verzehr gelangt.
  2. Viel aussagekräftiger als die absoluten Zahlen ist die Tatsache, dass bei den nach Feststellung eines BSE-Verdachtsfalls amtlich angeordneten Bestandstötungen (in den ersten Jahren die ganze Herde, später nur noch der Geburtsjahrgang, grundsätzlich aber Tiere, die dasselbe Futter erhalten haben wie der BSE-Verdachtsfall) regelmäßig kein weiterer BSEVerdachtsfall festgestellt wurde. Dem entspricht die Tatsache, dass von den 56 Kälbern, die 2002 auf der Insel Riems zu Forschungszwecken mit rohem Hirn von in Großbritannien erkrankten Rindern gefüttert wurden (also einem extremen, völlig unrealistischen "Infektionsdruck" ausgesetzt waren) keines an BSE verendet ist.

Jedenfalls gibt es trotz inzwischen 20 Millionen von den Bauern zwangsweise bezahlter BSE-Tests in Deutschland nach wie vor keinen Hinweis darauf, dass BSE durch die Nahrung übertragen wird.

Wem all dies noch nicht Gewissheit genug ist, dem sei ein Blick nach Großbritannien empfohlen, wo BSE (weshalb, darüber gibt es sehr unterschiedliche Theorien) zwischen 1985 und 2000 epidemieartige Ausmaße annahm. In Großbritannien liegt die Häufigkeit der Creutzfeldt-Jakob- Krankheit seit ihrer systematischen Erfassung konstant auf demselben Niveau wie in Deutschland und in anderen europäischen Ländern, nämlich bei etwa einem Fall auf eine Million Einwohner. Auch die 173 bisher an einer angeblich neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorbenen Menschen stehen in keinem irgendwie nachvollziehbaren Verhältnis zu den über 170.000 BSE-Fällen in Großbritannien, bei denen es sich ja nur um die tatsächlich an BSE erkrankten Rinder handelt. Die Zahl der "infizierten" Rinder, die sich seit Mitte der 1980er Jahre flächendeckend auf britische Teller verteilt hat, liegt um ein Vielfaches höher. Irgendwelche gesundheitlichen Folgen des BSE-Fleischkonsums sind jedenfalls nicht erkennbar, nur die von interessierten Wissenschaftlern herbeispekulierte Inkubationszeit wird immer länger ... irgendwann erreicht sie vermutlich die natürliche Lebenserwartung des Menschen.

Quelle: Pressemitteilung BAUERNBUND BRANDENBURG