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Hochwasserschutz in Sachsen

Sachsen ist bei Hochwasserschutz auf richtigem Weg

Umweltminister Kupfer stellt Kirchbach-Bericht im Landtag vor

Umweltminister Frank Kupfer hat gestern (30. Januar 2014) vor dem Sächsischen Landtag die Ergebnisse des Berichtes der "Kommission zur Untersuchung der Flutkatastrophe 2013" vorgestellt. "Die Kirchbach-Kommission hat festgestellt, dass sich die vielfältigen und zum Teil sehr grundsätzlichen Änderungen im Hochwasserschutz seit 2002 voll und ganz bewährt haben", sagte der Umweltminister. Unter dem Vorsitz von General a.D. Hans-Peter von Kirchbach hatten Experten im Auftrag der Staatsregierung untersucht, welchen Effekt die Änderungen nach 2002 im Hochwasserschutz, Hochwassermeldewesen und im Katastrophenschutz beim Hochwasser im Juni 2013 hatten.

"Die Kommission empfiehlt ausdrücklich die Fortführung des Hochwasserschutz-Investitionsprogramms", so Kupfer. "Der Freistaat hat seit 2002 650 Millionen Euro in die Hand genommen, um vielerorts in Sachsen den Hochwasserschutz zu verbessern. Mit weiteren 900 Millionen Euro haben wir 2002 entstandene Schäden nachhaltig beseitigt. Den Erfolg des Investitionsprogramms belegen die fertiggestellten Hochwasserschutzmaßnahmen, unter anderem in Dresden, Eilenburg und Zwickau, die allesamt funktioniert haben." Sachsen werde das Investitionsprogramm fortsetzen. Zurzeit sind unter anderem Hochwasserschutzmaßnahmen in Grimma, Flöha, Aue, Lunzenau, Penig und Döbeln im Bau.

Ein weiterer Vorschlag der Kommission bezieht sich auf die Gewinnung von Überschwemmungsflächen und die Errichtung von Poldern. Von den im Hochwasserschutzinvestitionsprogramm vorgesehenen Maßnahmen sind drei Deichrückverlegungen mit insgesamt 141 Hektar fertiggestellt. Bei der im Bau befindlichen Deichrückverlegung Bennewitz-Püchau an der Mulde bei Wurzen werden rund 450 Hektar Retentionsraum gewonnen. Weitere ähnliche Maßnahmen sind in Planung. "Auch bei den geplanten Polderprojekten kommen wir voran", sagte der Minister. "An der Mulde entsteht derzeit der 1 436 Hektar große Polder Löbnitz - das größte derartige Projekt in Sachsen. Bei der Umsetzung der Polder Außig, Dautzschen und Dommitzsch an der Elbe wird uns das Nationale Hochwasserschutzprogramm helfen. Mit diesem überregional bedeutsamen Poldersystem auf einer Gesamtfläche von 1 546 Hektar schaffen wir einen Hochwasserrückhalteraum von rund 50 Millionen Kubikmetern. Das ist ungefähr ein Drittel dessen, was die landeseigenen Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken im Hochwasserfall aufnehmen können."

Die Kirchbach-Kommission empfiehlt weiterhin die Fortsetzung des Pegelbau- und Ausrüstungsprogramms sowie den Ausbau der Informationsplattform des Landeshochwasserzentrums. "Wir werden das Pegelnetz dort erweitern, wo es fachlich nötig ist", so Kupfer. "Bereits jetzt haben wir in Sachsen das dichteste Netz an Hochwassermeldepegeln in Deutschland." Im Landeshochwasserzentrum läuft derzeit eine grundlegende Neukonzeption der Datenverarbeitungssysteme, die dadurch noch zuverlässiger und noch leistungsfähiger werden. Im Ergebnis sind danach außerdem Prognosen und Hochwasserwarnungen für kleinere Warngebiete möglich.

Quelle: PM SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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Tags:
Hochwasserschutz, Landwirtschaft, Sachsen
Datum:
Freitag, 31. Januar 2014, 08:09 Uhr
Kommentare zu "Hochwasserschutz in Sachsen"
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