Brandenburger Bilanz zur Grüne Woche

Power aus Brandenburg auf der Grünen Woche

Agrarminister Jörg Vogelsänger ist zufrieden mit der Messebilanz der Aussteller

Brandenburger Bilanz zur Grüne Woche Berlin - Kurz vor dem Ende der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat Agrarminister Jörg Vogelsänger eine insgesamt positive Bilanz aus Brandenburger Sicht gezogen. Aus Brandenburg kommt von allen deutschen Bundesländern die größte "Fraktion" unter den Ausstellern der internationalen Agrarmesse. Mittelpunkt der Präsentation der heimischen Agrar- und Ernährungswirtschaft ist seit 21 Jahren die Messehalle 21a, die Brandenburg-Halle.
Vogelsänger: "Ich freue mich sehr, dass die Brandenburg-Halle 2014 die Erfolgsgeschichte ihrer Vorgängerinnen fortgeschrieben hat. Die Mühen bei der Vorbereitung des Programms, die Ausdauer an den Ständen und das Engagement Hunderter ehrenamtlicher Akteure auf der Bühne haben sich gelohnt. Brandenburgs Messepräsentation ist von den Besuchern begeistert angenommen worden. Das zeigt allein schon der Blick in die gefüllte Halle. Aussteller wie die Chocolaterie Felicitas oder die Kanower Mühle waren mit ihren Produkten zeitweise ausverkauft und mussten schnell für Nachschub sorgen."

Mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und Landtagspräsident Gunter Fritsch versammelten sich am Brandenburg-Tag fast das komplette Kabinett, Landräte, Abgeordnete des Bundestags, des Landtags und aus Kommunalparlamenten in der Halle. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit sowie die beiden Bundesminister Hans-Peter Friedrich (Landwirtschaft) und Johanna Wanka (Wissenschaft) waren zu Gast. Direkt am Übergang zur Halle 21b konnte der sächsische Regierungschef Stanislaw Tillich begrüßt werden.

Auf der Bühne der Brandenburg-Halle und im Kochstudio sind zahlreiche Promis aufgetreten. So kamen die Volleyballerinnen des SC Potsdam mit ihrem Trainer in die Brandenburg-Halle. Gefeiert wurden Toni Krahl und Fritz Puppel von der Gruppe City, Petra Zieger, Dirk Michaelis, Dagmar Frederic und Herbert Köfer.

An allen Messetagen waren die Ausstellerstände in der Brandenburg-Halle dicht umlagert. Zum Gelingen der Landespräsentation haben die Aussteller und insgesamt 1.500 Bühnenakteure beigetragen. Die Mehrheit von ihnen - Tanz- und Theatergruppen, Chören und Musikensembles - ist ohne Honorar dabei, aber mit viel Lust, die Hallenbesucher zu erfreuen und ihre Heimatregion künstlerisch zu vertreten.

Im Reigen der vielen nationalen und internationalen Messeanbieter auf der Grünen Woche ist Brandenburg mit seiner Halle nach wie vor ein Besuchermagnet. Aber der Erfolg ist kein Selbstläufer, sondern muss in jedem Jahr neu erarbeitet werden. So sind die Aussteller daran interessiert, neben der bewährten und traditionellen Produktpalette in jedem Jahr neue Angebote zu unterbreiten.

Neue Produkte, gute Geschäfte

Das Bio-Backhaus Leib aus Falkensee hat eigens für die Grüne Woche eine Tradition neu belebt: Das Havelländer Wirsingbrot wird auf einem Wirsingkohlblatt gebacken. Es ist leicht mit Kümmel gewürzt und Wirsingstückchen sind im Teig enthalten. Dieses Messeangebot haben die Besucher begeistert angenommen. An mehreren Ausstellungstagen war das Brot bereits vor Messeschluss ausverkauft. Inzwischen verkaufen Bio-Backhaus-Filialen das neue Brot.

Rückstand wird gesunde Innovation

Der Lein-Power-Riegel ist die Brandenburger Variante des Müsliriegels. Die Kanow-Mühle, ein Müllerbetrieb aus dem Spreewald in siebenter Generation, hat ihn entwickelt. Er besteht zum größten Teil aus einem hochwertigen Leinkuchen, der bei der Leinölgewinnung anfällt. Dazu kommen ganzer Leinsamen und brauner Rohrzucker. Leinsamen-Ölkuchen enthält 12 Prozent des hochwertigen, bekömmlichen Öls, dem vor allem gute Wirkungen bei der Förderung der Verdauung und bei der Stabilisierung des Hormonhaushalts nachgesagt werden.

Testmarkt Grüne Woche

Namhafte Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels wie REWE, Kaiser's, EDEKA oder Selgros haben ihre Regionalmanager und Vertreter auf die Grüne Woche geschickt. Ihnen ging es darum, auf neue Produkte aufmerksam zu werden und zu sehen, wie Kunden auf dem Testmarkt Grüne Woche die innovativen Messeangebote annehmen. Weitere Verhandlungen werden verabredet und bestehende Verträge ausgebaut.

Essen und Trinken halten die Hauptstadtregion zusammen

In jedem Jahr werden die Hauptaussteller der Brandenburg-Halle nach ihrer Meinung und ihren Wünschen befragt.

Drei Viertel aller Aussteller wollen für ihre Produkte Werbung machen und auf der Grünen Woche Neukunden gewinnen.

Auch 2015 wollen, so ein erstes Fazit, fast alle wieder in der Brandenburg-Halle dabei sein. Die nächste Internationale Grüne Woche findet vom 16. bis 25. Januar 2015 statt.

Positiv wirken sich der direkte Zugang in die Sachsen-Halle und der neue Nachbar "Berlin" in Halle 21b aus. Die Hauptstadtregion wurde in diesem Jahr erstmals als Einheit wahrgenommen - was sie im Bereich der Ernährungswirtschaft und was den Geschmack und das Kaufverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher angeht, auch in der Realität längst ist.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg