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Prokon Insolvenzverfahren

Prokon Insolvenzverfahren

Rechte der Prokon-Anleger

Was die vorläufige Prokon-Insolvenz für Kleinanleger bedeutet

Am 22.01.2014 hat die Prokon beim Amtsgericht Itzehoe die Insolvenz beantragt. Damit beginnt nun das so genannte vorläufige Insolvenzverfahren. Dazu ist bereits ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden. Anleger können ihre offenen Forderungen erst nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens anmelden.

Kleinanleger, die derzeit verstärkt Rat bei der Verbraucherzentrale Brandenburg suchen, haben sich größtenteils mit sogenannten Genussrechten an der Prokon beteiligt. Derzeit haben Genussrechteinhaber des Typs A grundsätzlich die Möglichkeit, die Rückzahlung ihrer Anteile zu fordern. Es ist jedoch bereits angekündigt worden, alle Rückzahlungsforderungen aus den Genussrechten zurückzuweisen. "Ob das juristisch haltbar ist, werden die Anlegeranwälte bald prüfen", meint dazu der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Jochen Resch.

Die Prokon könnte nach den Genussrechtsbedingungen die Auszahlung der Genussrechte verweigern, wenn sie dazu wirtschaftlich nicht in der Lage wäre. Die juristische Bewertung dieses in Paragraf 5 der Genussrechtbedingungen vereinbarten Rechts, aber vor allen Dingen auch die Vermögenssituation, wird der vorläufige Insolvenzverwalter zu prüfen haben. "Es ist sehr wichtig, dass in puncto Finanzsituation der Prokon endlich Klarheit geschaffen wird", so Resch.

Diese Prüfung durch den Insolvenzverwalter wird Monate in Anspruch nehmen. "Die angestrebte Planinsolvenz, also die Fortführung des Unternehmens verbunden mit einer Sanierung, ist grundsätzlich zu begrüßen und im Sinne der etwa 75.000 Anleger", sagt Resch. "Wer auf die Insolvenz wartet, wird allerdings einen langen Atem haben müssen", gibt er zu bedenken.

Zu bedenken ist außerdem, dass Genussrechteinhaber im Insolvenzverfahren eine Sonderrolle einnehmen: Das heißt, sie werden gegenüber anderen Gläubigern nachrangig behandelt und bekommen erst dann ihr Geld, wenn alle anderen Forderungen vollständig bezahlt sind. Dass dann noch etwas zum Verteilen übrig ist, ist jedoch längst nicht sicher.

Anleger könnten den in den Genussrechten vereinbarten Nachrang per Klage beseitigen. Bei erfolgreicher Klage würde der Genussrechteinhaber nämlich in den Rang eines (vorrangig zu behandelnden) Gläubigers aufsteigen und sein Geld vor den anderen Inhabern von Genussrechten erhalten. Wie die Gerichte in dieser Frage entscheiden werden, kann derzeit aber nicht sicher vorausgesagt werden. Vor jeder Klage sollten Anleger sich klar machen, dass auf sie noch mehr Kosten zukommen, sollten sie einen Prozess verlieren. Denn dann müssen sie die Kosten für Gericht und Rechtsanwalt selbst tragen. Wer den Klageweg in Betracht zieht, sollte sich daher vorher von einem Anwalt beraten lassen.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.

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Tags:
Aktien, Finanzen, Insolvenz, Recht, Rechtsanwalt
Datum:
Donnerstag, 23. Januar 2014, 17:09 Uhr
Kommentare zu "Prokon Insolvenzverfahren"
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