Brandenburg-Tag auf der Grünen Woche

Höhepunkt der Brandenburger Landespräsentation auf der Grünen Woche ist der heutige Brandenburg-Tag

Von Spargelkönigin bis Teichnixe: Märkische Majestäten krönen den Brandenburg-Tag

Brandenburg-Tag auf der Grünen Woche Höhepunkt der Brandenburger Landespräsentation auf der Grünen Woche ist immer der Brandenburg-Tag, in diesem Jahr wieder der Messemontag (20. Januar). Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger begrüßt Ministerpräsident Dietmar Woidke, der ab 10.00 Uhr als neuer Regierungschef die Aussteller des Landes mit einem Rundgang die Brandenburg-Halle besucht. Sie werden im Kochstudio erwartet. Im Beisein von Woidke und Vogelsänger erfolgt auf der Bühne die Übergabe des Staffelstabs an die Delegation aus Fürstlich Drehna, die Ausrichter des diesjährigen Dorf- und Erntefests im September. Die Hallen der Bundesländer Sachsen und Brandenburg liegen nebeneinander und sind über einen Durchgang miteinander verbunden. Die Messe-Regie hat auch den Sachsen-Tag auf den 21. Januar gelegt - eine gute Gelegenheit für die Ministerpräsidenten der benachbarten Bundesländer - Dietmar Woidke und Stanislaw Tillich - sich an der "Grenzlinie" von Halle 21a zur Halle 21b zum Fototermin zu treffen. In diesem Jahr startet in Doberlug-Kirchhain die erste Brandenburgische Landesausstellung zum Thema Sachsen und Preußen.

Das hat Tradition in der Brandenburg-Halle: Das Landespolizeiorchester spielt zum Auftakt des Brandenburg-Tags auf der Hallenbühne. Begrüßt wird der Ministerpräsident von den Hoheiten des Landes: der Landes-Erntekönigin, dem Gurkenkönigspaar, der Teichnixe, der Blüten- und Kirschkönigin, der Spargelkönigin und anderen. In einem Gefolge rauschender Reifröcke und prächtiger Schärpenträger wird der neue Ministerpräsident dann gemeinsam mit Agrarminister Jörg Vogelsänger auf die Bühne der Brandenburg-Halle geleitet. Dort eröffnet er den Tag der Brandenburger mit einer kurzen Ansprache. Woidke selbst leitete als promovierter Agrarwissenschaftler das Landwirtschafts- und Umweltressort für eine Legislaturperiode. Insofern kehrt er als Brandenburger Regierungschef auf wohlvertrautes Terrain zurück.

Traditionell wird während des Brandenburg-Tags der Staffelstab des Brandenburger Dorf- und Erntefests übergeben. Die Veranstalter aus Kremmen, dem Vorjahresausrichter, werden im Bühnenprogramm zunächst den großen Stab mit dem Signet aller bisherigen Ausrichter an die Vertreter aus Fürstlich Drehna im Landkreis Dahme-Spreewald überreichen. Dort wird am 13. September das 11. Brandenburger Dorf- und Erntefest gefeiert.

Anschließend übernimmt Ministerpräsident Woidke den Taktstock vom Dirigenten des Landespolizeiorchesters. Er dirigiert das Orchester zu den Klängen der Märkischen Heide, der Hymne der Brandenburger. Es folgt ein mehrstündiger Hallenrundgang.

An dessen Beginn steht allerdings ein Blick in die Nachbarhalle 21b. Genau am Übergang zwischen beiden Hallen werden sich die Ministerpräsidenten Woidke und Tillich treffen. Beide sind Schirmherren der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung im Schloss Doberlug, einem sanierten Barockschloss, das einst im Besitz der Kurfürsten von Sachsen war. Die Schau unter dem Titel "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft" wird vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam ausgerichtet.

Von Pfingsten im Juni 2014 bis Anfang November ist die Exposition im Schloss Doberlug zu sehen. Anlass für die Landesausstellung ist der Wiener Kongress vor 200 Jahren. Dort beschlossen die europäischen Herrscher 1814/15 nach der Niederlage Napoleons die neue Friedensordnung in Europa. Damals fielen große Teile Sachsens an Preußen. Dazu gehörten das heutige Südbrandenburg mit der Niederlausitz sowie die Hälfte der

Die Geschichte beider Länder von der Mitte des 17. bis zum 19. Jahrhundert war von kulturellem und wirtschaftlichem Austausch bestimmt, aber auch von Rivalität und offener Feindschaft. Hochkarätige Kunstwerke und einmalige Geschichtszeugnisse stellen Ausschnitte der wechselvollen preußisch-sächsischen Nachbarschaft dar. Die Erste Brandenburgische Landesausstellung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die spannungsreiche Beziehungsgeschichte der Nachbarländer Preußen und Sachsen zu erzählen. Dafür wird auf der Grünen Woche kräftig die Werbetrommel gerührt.

In Dorf- und Erntefest-Vorfreude

In diesem Jahr wird das Dorf- und Erntefest am 13. September in Fürstlich-Drehna, einem Ortsteil der Stadt Luckau gefeiert. Am Rand eines ehemaligen Tagebaus hat sich Fürstlich Drehna nach 1990 zu einem lebenswerten und lebendigen Ort entwickelt. Das historische Schlossensemble konnte saniert werden. Drei Landwirtschaftsbetriebe und die Ökologische Teichwirtschaft haben sich etabliert. Die Schlossbrauerei setzt als größter Arbeitgeber die Brautradition seit 1745 fort. Der Naturpark Niederlausitzer Landrücken hat in Fürstlich Drehna seinen Sitz. Mit seinen 300 Einwohnern verfügt der Ort über viele aktive Vereine: Kultur- und Heimatverein, Sportverein, Freiwillige Feuerwehr, Jugendklub, Motorsportklub. Mit einer Vielzahl von Aktiven und Unterstützern wird Fürstlich Drehna mit einem großen Programm das Dorf- und Landleben inmitten der Bergbaufolgelandschaften als Ausrichter des 11. Brandenburger Dorf- und Erntefests gestalten. Einen Vorgeschmack auf das große Fest geben die Fürstlich Drehnaer mit ihrem Programm auf der Bühne der Brandenburg-Halle, von wo aus sie die Einladung in ihren Ort aussprechen.

Woidke kocht, Diete auch

Während ihres Hallenrundgangs werden Ministerpräsident Woidke und Agrarminister Vogelsänger auch im Kochstudio von einem Prignitzer Küchen- und Restaurantchef erwartet. Knut Diete hat in Wittenberge das "Kranhaus" zu einer Oase Brandenburger Gastlichkeit gemacht. Legendär sind seine kreativen Küchenideen wie Erdbeeren in Senfsauce oder Eis auf Sauerkraut. Zum Brandenburg-Tag gibt es im Kochstudio jede Menge Fotomotive und Straußenfilet im Kartoffelstrudel auf Blumenkohlpüree. Wie sich Woidke und Vogelsänger dabei als Küchenhelfer anstellen, das wird ihr Auftritt im Kochstudio zeigen. Bekannt aber ist, dass beide Männer keinen Bogen um die eigene Küche machen, so selten sie auch zu Hause sind.

Am Nachmittag übernehmen Petra Wehlan vom Gasthof Oberer Hof aus dem Landkreis elbe Elster und Torsten Kleinschmidt vom Hotel Spreewald - Therme das Kochstudio. Torsten Kleinschmidt. Vom Traditionsgasthof in siebenter Generation aus Südbrandenburg gibt es Omas Biersuppe. Der Küchenchef aus Burg interpretiert die Pizza auf Brandenburger Art. Es wird insgesamt 25 verschiene Backwerke von ihm geben. Belegt mit Sauerkraut, Kaninchen Meerrettich, Schinken oder Teltower Rübchen.

Sieger im Landeswettbewerb werden ermittelt

LANDaktiv führte bereits zum 9. Mal den Landeswettbewerb "Landwirtschaft und ländlicher Raum" durch. Der Wettbewerb richtete sich an alle fünften Klassen in den Schulen und startete im vergangenen Herbst. 20 Fragen rund um das Thema Landwirtschaft und das Leben auf dem Lande gilt es dabei zu beantworten. Bei der Suche nach den Antworten werden die Lehrer und Eltern oder Großeltern einbezogen. Natürlich kann auch das Internet zur Antwortrecherche genutzt werden. Fragen: Mit welchen Beinen steht ein Rind zuerst auf? Oder: Wie zeigen Bienen ihren Artgenossen, wo sie Futter finden? Zu welcher Obstart gehört der Hasenkopf? Wie viel wiegt ein Ei der Klasse XL? An dem Wettbewerb haben sich 166 Schulklassen aus ganz Brandenburg beteiligt, das sind mehr als 3.000 Schüler. Auf der Bühne der Brandenburghalle werden die Sieger in diesem Wettbewerb per Los ermittelt. Und zwar von den Schüler der 5. Klasse der Grundschule Am Annatal aus Strausberg. Die Preise sind lukrativ: Der erste Preis ist eine dreitägige Klassenfahrt mit tollem Programm. Auch Exkursionen in landwirtschaftliche Betriebe der Region und klasse Klassenfrühstücke für die ganze Klasse gibt es zu gewinnen.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg