Brandenburger Waldzustand 2013

Brandenburger Waldzustand 2013

Waldzustandsbericht 2013 für das Land Brandenburg vorgestellt

Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger hat heute den Waldzustandsbericht für 2013 vorgestellt: Die Daten der Waldzustandserfassung werden vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde erfasst und ausgewertet. Nach dem aktuellen Gesundheitscheck für Brandenburg, das mit 1,1 Millionen Hektar Wald überhaupt zu den waldreichsten deutschen Bundesländern gehört, bietet der aktuelle Bericht sowohl Licht wie auch Schatten.

Seit 1991 wird in Brandenburg der Waldzustand anhand von national und international vergleichbaren Parametern festgestellt. Die Vitalität der Bäume spiegelt sich insbesondere im Zustand der Kronen wider. Aber auch andere Parameter wie die Intensität biotischer Schäden, Absterberate oder die Fruchtbildung werden seit einigen Jahren erfasst. Diese Parameter werden nun erstmals in einem Waldzustandsindex zusammengefasst. Der Waldzustandsindex erlaubt zukünftig eine wesentlich bessere Einschätzung des Gesundheitszustands des Waldes.

Die Witterungsbedingungen der letzten Jahre haben dafür gesorgt, dass der Waldzustand trotz großer Probleme mit Schadinsekten weiterhin gut ist. Insgesamt hat sich der Waldzustand geringfügig verschlechtert. 53 Prozent der Waldflächen in Brandenburg sind ohne sichtbare Schäden. Auf elf Prozent wurden deutliche Schäden festgestellt.

Das Gesamtergebnis wird vor allem durch den Kronenzustand der Kiefer in Brandenburg dominiert. 54 Prozent der Kiefern sind ohne Schäden. Das sind zehn Prozent weniger als im letzten Jahr. Neun Prozent aller Kiefernkronen weisen deutliche Schäden auf. Die Verschlechterung ist vor allem auf die derzeitige Massenvermehrung von Schadinsekten zurückzuführen.

Die Eiche hat von der feuchten Witterung im Frühjahr 2013 profitiert und konnte sich wieder etwas erholen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil gesunder Eiche von zehn auf 29 Prozent gestiegen und der Anteil deutlicher Schäden um drei Prozent zurückgegangen. Trotzdem ist der Anteil von 37 Prozent deutlicher Schäden noch sehr hoch.

Die Ursachen sind vielfältig. Neben Witterungsextremen hat die Eiche immer wieder mit intensiven Fraßschäden durch verschiedene Schadinsekten und mit dem nachfolgenden Befall pilzlicher Schaderreger wie Eichenmehltau zu kämpfen. Insbesondere der Eichenprozessionsspinner, der auch für den Menschen gefährlich ist, macht den Eichen seit einigen Jahren erheblich zu schaffen.

Im vergangenen Jahr wurden auf 8.700 Hektar der Eichenprozessionsspinner mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich bekämpft.

Für die Buche sind flächenrepräsentative Aussagen aufgrund ihrer geringen Anzahl im Stichprobennetz nur bedingt zu treffen. Die Belaubungsdichte und damit der Kronenzustand ist bei der Buche erheblich von der Menge der Bucheckern abhängig, die der Baum produziert. Zwei Jahre mit nur wenig Fruchtbehang in Verbindung mit der feuchten Witterung haben zu einer deutlichen Erholung der Bäume geführt. Der Anteil der Buchen ohne Schäden liegt 2013 bei 74 Prozent, während in den Vorjahren im Durchschnitt nur ein Anteil zwischen 30 und 40 Prozent erreicht wurde.

Der Gesamtbericht steht über die Internetseite des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft online zur Verfügung: www.mil.brandenburg.de - Forsten

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg