Brandenburg ist erneut Erdwärme-Meister

Rangliste der erdwärmeLIGA zur Neuinstallation von Erdwärmeanlagen

Berlin

Brandenburg ist erneut Erdwärme-MeisterBrandenburg hat zum dritten Mal in Folge den Meistertitel der "erdwärmeLIGA" errungen. Die Auszeichnung hat Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers heute im Rahmen des 10. Wärmepumpenforums des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. (BWP) in Berlin entgegengenommen. Sie wird von der erdwärmeLIGA Deutschland einmal jährlich verliehen. Auf Platz zwei der Erdwärme-Bundesliga landete Bayern, den dritten Platz teilen sich Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Die "erdwärmeLIGA" ist eine Rangliste der Bundesländer zur Neuinstallation von Erdwärmeanlagen. Grundlage der Berechnung ist die in einem Jahr neu hinzugekommene installierte Leistung von Wärmepumpenanlagen je 100.000 Einwohner. Als Datenbasis dienen die Zahlen der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderten Erdwärmepumpen für 2011. Da als Messlatte die pro Kopf installierten Kilowatt (kW) gelten, hat es Brandenburg nach 2010 und 2011 auch diesmal wieder an die Spitze der Liga geschafft, obwohl hier mit einer Leistung von 2.681 kW in absoluten Zahlen deutlich weniger Erdwärmeprojekte gefördert wurden als in Bayern mit 12.810 kW sowie in NRW mit 11.407 kW bzw. in Baden-Württemberg mit 6.842 kW.

"Mit der Energiestrategie 2030 hat sich die brandenburgische Landesregierung das Ziel gesetzt, den Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2030 auf 32 Prozent zu steigern. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmebedarfsdeckung soll auf 39 Prozent steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch die Geothermienutzung konsequent ausgebaut werden", hob Minister Christoffers hervor. In der Zeit der Energiewende sei es unverzichtbar, die Potenziale der Erdwärme zu nutzen, damit die künftige Energieversorgung möglichst breit aufgestellt sei. In weiten Gebieten Brandenburgs bestünden sehr gute natürliche Voraussetzungen für die Nutzung von Erdwärme, sagte Christoffers.

"Mit dem landeseigenen Förderprogramm RENplus setzen wir uns unter anderem für Investitionen in den Einsatz von Wärmepumpensystemen ein. Damit wollen wir auf Landesebene Anreize für Technologien schaffen, die durch die vorhandene Bundesförderung nicht abgedeckt werden", sagte der Minister abschließend.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg