Masterplan für die Energietechnik der Hauptstadtregion

Clusterkonferenz Energietechnik läutet Umsetzungsphase ein und definiert Meilensteine auf dem Weg zur Vorzeigeregion

Masterplan für die Energietechnik der Hauptstadtregion Mit der Fertigstellung und Verabschiedung des Masterplans "Energietechnik Berlin-Brandenburg" haben die Länder Berlin und Brandenburg eine neue Etappe auf dem Weg zur Vorzeigeregion der Energiewende eingeläutet. Das Dokument wird auf der Clusterkonferenz des Clusters Energietechnik Berlin-Brandenburg am 7. November 2012 in Potsdam offiziell präsentiert.

Aus diesem Anlass erklärte Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers: "Mit dem Cluster Energietechnik sind die Akteure der Branche enger zusammengerückt. Das stärkt die Branche im nationalen und internationalen Wettbewerb und bietet uns die Möglichkeit, auch mit Blick auf weniger werdende Fördermittel, die Stärken der Unternehmen über die Wertschöpfungskette gezielt zu unterstützen. Mehr als 4.835 Unternehmen mit etwa 49.000 Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig. Die traditionelle Industrie mit der Produktion von Turbomaschinen, Schaltanlagen oder Stromrichtern ist in der Hauptstadtregion mit namhaften Unternehmen zu Hause. Zudem ist die Region bundesweit führend bei den Erneuerbaren Energien."

Nicolas Zimmer, Staatssekretär für Wirtschaft, Technologie und Forschung, dazu: "Der Masterplan stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Clusters Energietechnik und damit auch für eine erfolgreiche Zukunft des Energietechnik-Standorts Berlin-Brandenburg. Gemeinsam können wir es schaffen, die Hauptstadtregion national und international zu einer der führenden und bekanntesten Energietechnik-Regionen zu machen. Das Cluster hat sich mittlerweile sehr erfolgreich aufgestellt und die Startphase mit der Veröffentlichung des Masterplans nun offiziell abgeschlossen. Wir sind gewappnet, mit unserem Leistungsprofil in Wirtschaft und Forschung mit innovativen Impulsen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten."

Basis für den Masterplan ist eine umfangreiche Bestandsanalyse zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenzial der beiden Bundesländer, daraus wurde eine Vielzahl strategischer Maßnahmen abgeleitet. Der Prozess der Masterplanerstellung fand in enger Abstimmung der Clusterakteure aus Wirtschaft und Wissenschaft in Berlin und Brandenburg sowie der jeweiligen politischen Entscheidungsträger der beiden Bundesländer statt. Damit liegt jetzt ein Fahrplan für die nachhaltige Stärkung des Standortes im internationalen Wettbewerb in den kommenden Jahren vor. Dabei hat die Umsetzungsphase des Masterplans bereits begonnen. Das Clustermanagement initiiert und koordiniert gesamtregionale Energietechnik-Projekte und hat mit Formaten wie dem Expertendialog Plattformen für den intensiven Austausch von Unternehmen und Forschung geschaffen. Zentrale Energietechnikakteure bekennen sich in einer Vision für die Energieregion Berlin-Brandenburg zum Cluster und wollen sich aktiv in regionalen Projekten engagieren.

Neben der Vorstellung des Masterplans "Energietechnik Berlin-Brandenburg" durch Clustersprecher Prof. Reinhard F. Hüttl (Wissenschaftlicher Vorstand und Sprecher des Vorstandes des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) berichtet Clustermanager Dr. Dietmar Laß über die aktuelle Clusterentwicklung und Energiehighlights der Region. Schließlich werden die Ergebnisse einer Studie der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH und der Technischen Universität Berlin zu den Energiesystemkompetenzen der Region vorgestellt.

Ergänzt wird das Programm der Clusterkonferenz Energietechnik durch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft zum Technologietransfer in konkrete Projekte, die Kooperationsbörse EUROPA Lounge" des Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg sowie eine begleitende Ausstellung der Forschungskompetenzen Berlin-Brandenburger Hochschulen. Die Keynote des Tages wird durch Dr. Wolfgang Dierker, Leiter Regierungsbeziehungen General Electric Deutschland gehalten.

Hintergrund:

Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg hat sich am 17. Januar 2011 konstituiert. Federführend im Clustermanagement für beide Länder ist die ZukunftsAgentur Brandenburg. Sie arbeitet dabei eng mit der TSB Innovationsagentur Berlin und Berlin Partner zusammen.

Die Energietechnikbranche ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Berlin und Brandenburg. Insgesamt sind rund 49.000 Beschäftigte in diesem Bereich tätig. Moderne Energietechnologien befinden sich in Berlin-Brandenburg in einem hochwertigen wissenschaftlichen Umfeld. Insgesamt 35 wissenschaftliche Einrichtungen der Region befassen sich mit energiebezogener Forschung und Lehre. Dazu zählen insbesondere die TU Berlin mit fünf energietechnischen Forschungsschwerpunkten und die BTU Cottbus mit Schwerpunkten bei Energieressourcen, Kraftwerkstechnik und elektrischen Netzen. Unter den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind das Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie sowie das Deutsche GeoForschungs-Zentrum in Potsdam besonders prominent.

Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg ist Teil der Gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB). Diese Strategie setzt Technologie- und Wachstumsimpulse für beide Bundesländer, die zur Stärkung der regionalen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen durch das Cluster Energietechnik vermittelt und umgesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg