Energiekonferenz in Breslau

Energiewirtschaftliche Herausforderungen im engen Miteinander meistern

Vertreter des Wirtschafts- und Europaministeriums reisen zu Energiekonferenz nach Breslau

Energiekonferenz in Breslau  Breslau - Auf Einladung der Woiwodschaft Niederschlesien reisen Vertreter des Wirtschafts- und Europaministeriums heute zu einem zweitägigen Besuch nach Breslau. Im Mittelpunkt der Reise steht die morgen stattfindende Niederschlesisch-Brandenburgische Konferenz zur Zusammenarbeit auf dem Energiesektor, bei der sich Brandenburg als ein führendes deutsches Bundesland bei der Erzeugung erneuerbarer Energien präsentieren wird.

"Zwischen dem Land Brandenburg und den angrenzenden polnischen Woiwodschaften hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine vielgestaltige konstruktive Zusammenarbeit entwickelt. Neben Bereichen wie Infrastruktur und Logistik, Bildung und Wissenschaft, Arbeitsmarktpolitik oder Tourismus bildet die Energiepolitik dabei einen Schwerpunkt. Gerade energiewirtschaftliche Fragen und klimatische Herausforderungen können in einer globalen Welt nur gemeinschaftlich gelöst werden. Niederschlesien und Brandenburg haben zum Teil ähnliche Voraussetzungen in der Energiewirtschaft. Ich freue mich, dass wir mit unseren polnischen Nachbarn einen regen Meinungsaustausch führen und gemeinsam Lösungsansätze suchen können", sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers anlässlich der Reise.

Bei der Konferenz "Niederschlesien und Brandenburg - Zusammenarbeit im Energiesektor" werden Technologien der Energieerzeugung und -speicherung präsentiert, zudem geht es um einen Erfahrungsaustausch bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Neben der Stromerzeugung aus Wind und Solar interessiert sich die polnische Seite vor allem für Biogasanlagen. In Brandenburg gibt es zurzeit rund 240 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von rund 140 MW. Präsentiert werden Brandenburger Projekte im Bereich der Energiespeicherung wie Power to Gas oder die algenunterstützte CO2-Abscheidung für die stoffliche Verwertung von Kohlendioxid, aber auch Erfahrungen mit energieautarken Gemeinden wie Feldheim. Als Energieagentur des Landes berichtet die ZukunftsAgentur Brandenburg zudem über Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe.

Niederschlesien und Brandenburg verfügen beide auch über große Braunkohlevorkommen. Daher steht auch ein Austausch zur Rolle der Braunkohle bei der mittelfristigen Energieversorgung bis hin zur Akzeptanz bei der Bevölkerung auf dem Programm.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg