Ökostrom günstiger als Braunkohlestrom

Braunkohlenstrom in Cottbus teurer als Ökostrom

Ökostrom günstiger als Braunkohlestrom

Wer jetzt zu Ökostrom wechselt, leistet nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern kann in den meisten Fällen sogar seine Stromkosten senken. Darauf weist der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hin.

Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4 000 kWh zahlt bei Energie und Wasser GmbH in Potsdam 1045 Euro und bei den Stadtwerken Cottbus 1 119 Euro (bei 12monatiger Mindestvertragszeit 1081 Euro). Mit dem gleichen Verbrauch betragen die Jahreskosten bei EWS Schönau 1039 Euro, bei Greenpeace Energy 1099 Euro, bei Lichtblick 1075 Euro und bei Naturstrom 1031 Euro. Somit sind in Potsdam zwei der vier vom BUND empfohlenen Ökostromanbieter preiswerter als die Stadtwerke, in Cottbus sogar alle vier.

BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat meint: "Obwohl immer wieder beteuert wird, dass die Braunkohle ein besonders preisgünstiger Energieträger sei, haben gerade die Stadtwerke Cottbus im bundesweiten Vergleich besonders hohe Strompreise." Das Braunkohlen-Heizkraftwerk Cottbus war 2000 in Betrieb genommen worden und sorgte wiederholt für wirtschaftliche und technische Probleme.

Das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen", dem der BUND angehört, hat errechnet, dass es in 77 der 100 größten Städte in Deutschland mindestens einen unabhängigen Ökostromtarif gibt, der günstiger ist als die örtliche Grundversorgung.

Weitere Informationen: www.atomausstieg-selber-machen.de