Christoffers wirbt in Finnland und Norwegen für Brandenburg

Brandenburgs Wirtschaftsminister reist mit Unternehmerdelegation nach Helsinki und Oslo

Brandenburgs Wirtschaftsminister reist mit Unternehmerdelegation nach Helsinki und Oslo Wirtschaft- und Europaminister Ralf Christoffers reist vom 21. bis 25. Oktober in Begleitung einer 18-köpfigen Unternehmerdelegation nach Finnland und Norwegen. Stationen seiner Reise: die beiden Hauptstädte Helsinki und Oslo.

"Finnland und Norwegen sind Länder mit einer beeindruckenden Wirtschafts- und Innovationskraft, die viele Ansätze zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Wissenschaft für die deutsche Hauptstadtregion bieten", sagte Minister Christoffers vor der Reise. "Darüber hinaus werden in Nordeuropa moderne gesellschaftspolitische Ansätze entwickelt, um den Herausforderungen der Zukunft wie beispielsweise dem demografischen Wandel in ländlichen Gebieten zu begegnen. Im Ausbau der Zusammenarbeit mit den Ländern aus dem nordeuropäischen Raum sehe ich daher großes Potenzial, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit beider Seiten weiter zu stärken", so der Minister weiter.

In Helsinki stehen neben Terminen im Wirtschaftsministerium und im Sozialministerium Gespräche mit der finnischen Hauptstadtregion Helsinki-Uusimaa und ein Besuch des größten Forschungs- und Technologiezentrums Nordeuropas in Otaniemi auf dem Programm des Ministers. Helsinki-Uusimaa wurde 2012 wie zuvor Brandenburg im Jahr 2011 als "Europäische Unternehmerregion des Jahres" ausgezeichnet. Bei einer Standortpräsentation wird Minister Christoffers darüber hinaus gemeinsam mit Dr. Steffen Kammradt, dem Sprecher der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB), für die Potenziale des Wirtschaftsstandortes Brandenburg werben.

"Die Reise ist ein wichtiger Baustein unserer internationalen Ansiedlungs- und Kooperationsaktivitäten. Wir werden gezielt mit innovativen finnischen und norwegischen Unternehmen sprechen, um diese für den Standort Brandenburg und für die Zusammenarbeit mit märkischen Unternehmen zu interessieren. Dabei stehen die Cluster Brandenburgs und der deutschen Hauptstadtregion im Fokus", hob Kammradt hervor.

In Oslo ist neben Gesprächen mit dem norwegischen Öl- und Energieminister sowie im Regional- und Kommunalministerium auch ein Treffen mit der norwegischen Innovations- und Wirtschaftsfördergesellschaft geplant. Zudem steht auch in Norwegen eine Präsentation des Standortes Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg auf dem Programm von Minister Christoffers.

Zur Information:

Finnlands Wirtschaft ist stark wissensbasiert, technologieintensiv und exportorientiert. Die hohe Innovativität ist nicht zuletzt auf ein starkes Bildungssystem zurückzuführen, das Finnland in der Pisastudie in Europa den ersten Platz bescherte. Nachdem Finnlands Wirtschaftsleistung 2009 im Zuge der weltweiten Krise um 8,4% eingebrochen war, kam es 2010 (+3,7%) und 2011 (+2,9%) wieder zu kräftigem Wachstum. Ein stark aufstrebender Bereich, in dem sich auch Chancen für brandenburgische Unternehmen ergeben könnten, ist beispielweise der Umwelttechniksektor. Laut Prognosen soll sich der Umsatz hier bis 2018 im Vergleich mit 2011 auf 40 Milliarden Euro verdoppeln.

Norwegens Wirtschaft ist 2011 um etwa 1,6% gewachsen. Für dieses und nächstes Jahr prognostizieren Konjunkturforscher einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,0 bis 2,5%. Die Energieerzeuger investieren in den Kapazitäts- und Netzausbau. In der Öl- und Gaswirtschaft geben neben den Investitionen in neue Anlagen Wartungsarbeiten und die Erkundung des norwegischen Schelfs nach neuen Lagerstätten Impulse. Wegen des hohen inländischen Verbrauchs sowie der zunehmenden Aktivitäten der Öl- und Gaswirtschaft und der Bauindustrie bleibt der Importbedarf Norwegens auch mittelfristig groß. Die gegenüber dem Euro starke norwegische Krone stützt dabei die Position deutscher Lieferanten. Auch für Unternehmen aus der Hauptstadtregion ergeben sich hier Chancen für neue Geschäftskontakte.

2011 haben brandenburgische Unternehmen Waren in einem Wert von 90,8 Millionen Euro nach Finnland exportiert, nach Norwegen führten sie Produkte mit einem Warenwert von 90 Millionen Euro aus.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg