Außeruniversitäre Forschung in Cottbus

Wissenschaftsministerium fördert außeruniversitäre Forschung in Cottbus

Außeruniversitäre Forschung in CottbusMit der Förderung einer Fraunhofer-Projektgruppe an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus will das Wissenschaftsministerium die Kooperation zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung in der Lausitz stärken.

Dazu Wissenschaftsministerin Sabine Kunst: "Damit soll die Lausitz als Forschungsstandort noch attraktiver werden. Materialwissenschaftliche Fragestellungen haben an der BTU Cottbus eine gute Tradition. Auf dem Gebiet der Forschung sehe ich hier großes Potenzial. Ich bin zuversichtlich, dass die Projektgruppe mit ihren Verbindungen zur Elektrotechnik, Materialtechnik, Werkstoffwissenschaft und zum Maschinenbau ihre Zukunftsfähigkeit beweisen wird".

Das Wissenschaftsministerium, das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden und die BTU Cottbus planen gemeinsam die Einrichtung einer Fraunhofer-Projektgruppe "Mesoskopische Aktoren und Systeme". Deren Ziel ist es, eine neuartige, leistungsstarke Aktorklasse für die Mikro- und Nanosystemtechnik zu entwickeln. Dabei geht es um Technologien für neuartige Bauelemente und Systeme mit einem möglichst breiten Anwendungsfeld, die im Rahmen der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg für die Cluster IKT/Medien und Optik sowie für die Querschnittsthemen Werkstoffe/Materialien mittel- und langfristig Relevanz haben könnten.

Dabei geht es um kleinste auf Siliziumscheiben hergestellte Elemente, die präzise Bewegungen ausführen können. Beispielsweise können auf engstem Raum und mit hoher Geschwindigkeit Laserstrahlen so abgelenkt werden, dass Bilderfolgen entstehen. Damit könnten Projektoren schon bald deutlich kleiner werden: Beamer, die heute noch die Größe eines Computers haben, wären schon in wenigen Jahren in der Größe eines Zuckerwürfels denkbar, sagt Prof. Harald Schenk, der das Projekt leitet und im Rahmen einer gemeinsamen Berufung mit dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden die Professur "Mikro- und Nanosysteme" an der BTU Cottbus inne hat.

Das am 1. Oktober 2012 gestartete Projekt hat eine Laufzeit von 60 Monaten.

Das Wissenschaftsministerium fördert den Aufbau der Fraunhofer-Projektgruppe zunächst in den Jahren 2012 und 2013 mit insgesamt 549.000 Euro. Weitere 170.000 Euro stellt die BTU Cottbus für diese Jahre zur Verfügung. Insgesamt werden für den Aufbau der Fraunhofer-Projektgruppe 3,3 Millionen Euro veranschlagt. Darüber hinaus sollen für Geräteinvestitionen Mittel in Höhe von 643.000 Euro bereitgestellt werden.

Quelle: PM des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg