Baupreisindex in Brandenburg gestiegen

Baupreisindex im Land Brandenburg im August 2012 gegenüber August 2011 um 4,4 Prozent gestiegen

Baupreisindex in Brandenburg gestiegen 

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Land Brandenburg im Berichtsmonat August 2012 gegenüber Mai 2012 um 0,7 Prozent auf einen Indexstand von 132,8 (Basis 2005 ≙100) gestiegen. Die Veränderung zum Vorjahresmonat August 2011 betrug 4,4 Prozent.

Von Mai bis August 2012 sind die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) erneut gestiegen (+0,7 Prozent). Ursache waren in erster Linie Preiserhöhungen für Rohbauarbeiten (+1,0 Prozent) wie beispielsweise Klempner- (+2,9 Prozent), Beton- (+1,5 Prozent), Zimmer- und Holzbau- (+1,2 Prozent) sowie Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+1,1 Prozent). Mauerarbeiten wurden dagegen zu nahezu unveränderten Preisen (–0,1 Prozent) ausgeführt. Der Preisanstieg für Ausbauarbeiten fiel mit +0,5 Prozent nicht ganz so hoch aus. Großen Einfluss darauf hatten vor allem Preiserhöhungen für den Einbau von Gas-, Wasser- und Abwasserinstallationsanlagen (+1,7 Prozent), Putz- und Stuckarbeiten (+1,3 Prozent), Trockenbauarbeiten (+0,6 Prozent), die Installation von Nieder- und Mittelspannungs- (+0,5 Prozent) und Heiz- und zentrale Wassererwärmungsanlagen (+0,4 Prozent) sowie Maler- und Lackierarbeiten, die mit um 2,0 Prozent günstigeren Preisen als im Mai 2012 die Preiserhöhungen im Ausbau bremsten.

Auch im Vergleich zum Vorjahr setzte sich im August 2012 mit +4,4 Prozent der Preisauftrieb weiter fort (November 2011: +3,1 Prozent; Februar 2012: +3,7 Prozent; Mai 2012: +4,1 Prozent). Ursache der jährlichen Entwicklung im August 2012 waren vor allem kräftig gestiegene Preise für Rohbauarbeiten (+5,1 Prozent). Aber auch die Preise für Ausbauarbeiten lagen weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau (+3,9 Prozent). Vordergründig beeinflusst wurde das Gesamtergebnis für den Jahresvergleich durch Preiserhöhungen für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+6,7 Prozent), den Einbau von Gas-, Wasser- und Abwasserinstallationsanlagen (+6,7 Prozent), die Installation von Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+6,6 Prozent), Klempner- (+6,4 Prozent), Beton-, Zimmer- und Holzbauarbeiten (jeweils +6,0 Prozent) sowie Erdarbeiten (+5,7 Prozent). Erwähnenswerte Preisreduzierungen waren im Jahresvergleich nicht festzustellen.

Für die Preisentwicklung nach Bauwerksarten zeigten sich ähnlich hohe Veränderungsraten. So waren im August 2012 der Neubau von Mehrfamilien- (4,7 Prozent) sowie Ein- und Zweifamiliengebäuden (4,3 Prozent) und die Instandhaltung von Wohngebäuden (in Mehrfamiliengebäuden ohne Schönheitsreparaturen: +4,8 Prozent; Schönheitsreparaturen in einer Wohnung: +6,5 Prozent) erneut wesentlich teurer als im Vorjahr. Gleiches gilt für den Neubau von Nichtwohngebäuden und sonstigen Bauwerken. So kostete im August 2012 der Bau von gewerblichen Betriebsgebäuden 4,9 Prozent, Bürogebäuden +4,4 Prozent, Straßen 3,9 Prozent, Brücken 3,8 Prozent sowie Ortskanälen 3,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg