Architektenwettbewerb zum Umbau Schäfersche Tuchfabrik in Finsterwalde

Viele gute Ideen im Architektenwettbewerb "Umbau Industriedenkmal Schäfersche Tuchfabrik zur Sängerstadt-Veranstaltungshalle"

Architektenwettbewerb zum Umbau Schäfersche Tuchfabrik Foto DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KGFast zwölf Stunden brauchten 13 Juroren am Donnerstag, um aus einer Vielzahl hochkarätiger Entwurfsideen von 15 Architekturbüros die besten Vorschläge herauszufiltern und der Stadt für die weitere Bearbeitung zu empfehlen.

Es war keine leichte Aufgabe für die Jury. Bis in die späten Abendstunden wurde im Anschluss an den Bericht der Vorprüfung, den der Sanierungsträger DSK als Betreuer des Wettbewerbsverfahrens gab, intensiv und durchaus auch kontrovers diskutiert. Die Arbeiten zeigten sehr kontrastreiche und spannende Lösungsansätze für die Aufgabe, die Tuchfabrik in eine multifunktionale Veranstaltungshalle zu verwandeln. Die Bewertungskriterien, Multifunktionalität der Hallennutzung mit hohem architektonischem Anspruch zu verbinden, ohne die Identität dieses Industriedenkmals, insbesondere der Shedhalle aufzugeben, waren eine große Herausforderung für die Architekten. Das Preisgericht bescheinigte allen Wettbewerbsteilnehmern, sich dieser Aufgabe mit Kreativität und hoher Qualität gestellt zu haben.

Die Entscheidung der Stadt Finsterwalde, das Instrument Wettbewerb zu nutzen, um die besten Lösungen für diese bedeutende stadtentwicklungspolitische Aufgabe zu finden, ist der richtige Weg gewesen, so das Résumé des Vorsitzenden des Preisgerichts, Prof. Nagler von der BTU Cottbus. Insbesondere die Arbeiten der 3 Preisträger, zu denen neben Knerer und Lang Architekten GmbH aus Dresden und Wolf.Sedat Architekten aus Weikersheim erfreulicherweise auch ein Finsterwalder Architekturbüro, Jürgen Habermann, gehört, haben eine so hohe Qualität und auch das Potenzial zur Realisierbarkeit, dass sich das Weitermachen unbedingt lohnt. Wie es weitergeht, bleibt dennoch spannend. Die Stadt wird die Preisträger in den nächsten Wochen zu Gesprächen einladen, um die Lösungsansätze und deren Umsetzbarkeit weiter zu diskutieren und zu qualifizieren.

Zunächst aber werden die Wettbewerbsbeiträge in einer Ausstellung im "Speicher" der Stadtwerke zu sehen sein. Diese Ausstellung wird am Montag, den 24.09.2012 um 18.00 Uhr mit einer kurzen Presskonferenz eröffnet. Dabei wird der Entscheidungsprozess der Jury erläutert und die preisgekrönten Arbeiten vorgestellt. Anschließend haben alle interessierten Bürger Gelegenheit, die Wettbewerbsarbeiten bis zum 09.10.2012 werktags von 16.00 bis 18.00 Uhr anzuschauen.

Foto: DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG

Quelle: PM der Stadtverwaltung Finsterwalde