GRÜNE LIGA - Perspektive ohne Braunkohletagebaue im Landkreis Spree-Neiße

Bürger des Spree-Neiße-Kreises fordern Perspektive ohne Braunkohletagebaue

Bürger aus allen Teilen des Spree-Neiße-Kreises fordern Landrat Altekrüger und den Kreistag auf, sich gegen neue Braunkohlentagebaue auszusprechen. Etwa 1000 Stellungnahmen werden heute im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur neuen Kreisentwicklungskonzeption an die Kreisverwaltung übergeben.

"Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung fordere ich als Bürger Sie auf,

  • Sorgen Sie dafür, dass der Spree-Neiße-Kreis einen Plan B für die Zukunft ohne neue Tagebaue hat!
  • Sprechen Sie sich in der Kreisentwicklungskonzeption gegen die Abbaggerung weiterer Teile des Kreisgebietes aus und entwickeln Sie diese Gebiete nachhaltig!"

heißt es im Schreiben der Bürger an Landrat und Kreistagsabgeordnete.

Die GRÜNE LIGA erwartet, dass der Kreistag diese Stimmen nicht ignoriert, sondern seinen energiepolitischen Kurs ändert. Am Mittwoch dem 19. September soll der Kreistag in Forst/Lausitz über eine "energiepolitische Erklärung" abstimmen. Damit würden Teile der Kreisentwicklungskonzeption vorweg genommen und die noch laufende Öffentlichkeitsbeteiligung ad absurdum geführt.

Das o.g. Schreiben wurde bisher von mindestens 947 Bürgern unterzeichnet. Vermutlich wurden weitere Stellungnahmen und Unterschriften direkt an den Landkreis gesandt, ohne die GRÜNE LIGA zu informieren. Die Unterschriften stammen aus allen Teilen des Landkreises, so zum Beispiel aus Guben, Peitz, Kolkwitz, Welzow, Döbern, Forst, Spremberg, Kerkwitz, Groß Gastrose, Taubendorf, Proschim, Tschernitz, Jänschwalde, Drieschnitz, Hornow, Horno, Sembten und Dissen-Striesow. Bisher 70 Unterzeichner aus Orten außerhalb des SPN-Kreises unterstützen das Anliegen. Sie kommen aus Orten wie Cottbus, Weißwasser, Schleife oder Neuzelle. Bis zum 30. September bittet der Landkreis offiziell um Stellungnahmen zu seiner neuen Kreisentwicklungskonzeption.

GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus