Sächsische Unternehmern in Litauen und Lettland

Geschäftskontakte für sächsische Umweltfirmen

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer startet Ende der Woche gemeinsam mit 18 Unternehmern nach Litauen und Lettland. Die Reise vom 16. bis zum 19. September führt in die litauische Hauptstadt Vilnius, die in Litauen gelegene Stadt Šiauliai sowie in die lettische Hauptstadt Riga. Sie soll bestehende Kontakte festigen und helfen, potentielle Geschäftspartner für sächsische Firmen zu identifizieren, die sich mit Fragen der Abfallwirtschaft, der Altlastensanierung sowie der Wasserwirtschaft befassen.

"Die Länder im Baltikum stehen an vielen Stellen vor Aufgaben, die auch bei uns in den vergangenen 20 Jahren zu lösen waren", so Minister Kupfer. "In Sachsen hat sich eine gut funktionierende Umweltbranche entwickelt. Vom Export des Know-hows können beide Seiten profitieren. Dafür soll diese Reise neue Akzente setzen".

Die Reise wird in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH durchgeführt. Das drei Tage dauernde Programm umfasst in Litauen Gespräche mit den stellvertretenden Ministern für Umwelt sowie für Landwirtschaft, Informationsveranstaltungen mit den für Förderung und für die Zertifizierung ausländischer Spezialunternehmen zuständigen Behörden sowie Termine, in denen es um die Anbahnung und Festigung von Unternehmenskontakten geht.

In der zentrallitauischen Stadt Šiauliai wird Kupfer eine Umweltkonferenz eröffnen, auf der Unternehmen aus Litauen und Sachsen referieren. Zu der Konferenz werden etwa 200 Teilnehmer erwartet. Šiauliai ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Tätigkeit sächsischer Umwelttechnikfirmen. Die Stadt ist Standort des ehemals größten sowjetischen Militärflughafens im Baltikum, der nun - ähnlich wie vergleichbare Standorte in Sachsen - zu einem Industrie- und Gewerbepark entwickelt wird. "Die Probleme dort sind vergleichbar mit dem Flugplatz Großenhain und anderen ehemaligen Militärstandorten in Sachsen. Sächsische Firmen haben bei solchen Sanierungsvorhaben in den vergangenen Jahren großes Know-how erworben. Sie können dieses in gemeinsame Projekte einbringen", so der Umweltminister.

In Riga stehen Gespräche mit dem stellvertetenden Umweltminister Alexandrs Antonovs sowie mit Experten seines Ministeriums zu Fragen aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Altlastensanierung und Wasserwirtschaft auf der Tagesordnung.

Die baltischen Staaten Litauen und Lettland rücken nach mehreren Jahren wieder stärker in den Mittelpunkt des sächsischen Interesses. Bereits im Juli 2012 besuchte der Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft des Sächsischen Landtages die beiden Länder. Einem starken Einbruch der Wirtschaft im Jahr 2009 begegneten die Regierungen von Litauen und Lettland entschlossen, so dass 2011 bereits wieder Wachstumsraten von sechs (Litauen) bzw. 4,5 (Lettland) Prozent erzielt werden konnten. In diesem Jahr wird mit einem Wirtschaftswachstum von drei bis vier Prozent gerechnet. Mit einer Ausfuhr im Wert von 47 (Litauen) bzw. 63 (Lettland) Millionen Euro hat der sächsische Export in diese Staaten Entwicklungspotenzial. Beide Staaten verfügen über eine sehr gut funktionierende Marktwirtschaft, so dass sich für gute Anbieter entsprechende Chancen im Wettbewerb auftun.

SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft