Zukunft der Metallregion Lausitz

Aktionstag der IG Metall Südbrandenburg am 21. August 2012 auf dem Marktplatz Finsterwalde von 15.00 - 18.00 Uhr

Zukunft für die Metallregion LausitzAm 21. August 2012 wird die IG Metall Südbrandenburg ein deutliches Zeichen gegen die Abwanderung junger Menschen, unzureichende Jobperspektiven und ein niedriges Verdienstniveau in unserer Region setzen. Mit dem Aktionstag "Zukunft für die Metallregion - Ein Herz für Azubis" wird abseits der vielen Binsenweisheiten und Lippenbekenntnisse das Problem der Abwanderung junger Menschen in seiner ganzen Dramatik aufgezeigt.

Von 15 bis 18 Uhr können Interessierte diesen Aktionstag auf dem Marktplatz Finsterwalde nutzen. Die Zutaten für ein abwechslungsreiches Programm liefern Moderator Ralf Jußen (rbb) mit interessanten Diskussionsbeiträgen und arbeitstauglicher Musik, aber auch Mitmach-Aktionen wie Riesendart, Boden-Srabble, Quiz sowie die Präsentation einer aussterbenden Art und die Weltpremiere "Social Slam". Mittelpunkt ist das IG Metall-Infomobil mit einem besonderen Aktionsstand.

55 - 36 - 27 Der Südbrandenburger Teufelskreis

1990 lebten in den Landkreisen EE und OSL 55,3 % unter 40-jährige, 2008 waren es 36,1 %, 2030 werden es nur noch ca. 26,6 % sein. Das sind Horrorzahlen für die Metallregion. Ist dieser Trend zu stoppen?

"Geringe Vergütung und prekäre Beschäftigung für junge Menschen schieben hiesige Unternehmen gern auf schwierige Wettbewerbspositionen und niedrige Renditen. Vor allem Azubis können hier keine sichere Zukunft planen, unbefristete Übernahmen nach erfolgreicher Ausbildung sind die große Ausnahme. Kein Wunder, dass junge Menschen abwandern. Die Region verliert dadurch aber weiter an Attraktivität, Fachkräften und damit Innovationspotenzial. Daraus resultiert wiederum eine Wettbewerbsschwäche, die zu einer ungewissen Auftragslage und niedrigen Gewinnen führt. Wir drehen uns hier weiter in der Abwärtsspirale, wenn die Unternehmen nicht bald aufwachen.", so Ralf Köhler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Kooperationsregion Cottbus-Südbrandenburg.

Der Ausweg aus diesem Teufelskreis?

Ganz klar: Bessere Arbeitsbedingungen als positiver Standortfaktor! Wir brauchen endlich gute und faire Arbeit in der Metallregion - auch für junge Menschen! Nur mit einem klaren Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft, gerechten Löhnen, höheren Ausbildungsquoten und mehr Qualifizierungsangeboten hat unsere Metallregion eine Zukunft.

Wenn weiterhin wirtschaftlich solide Betriebe jungen Leuten klar machen, dass nur geringe Verdienste gezahlt werden können und künftige Entwicklungsperspektiven nicht planbar sind, wird auch das Problem der Abwanderung junger Menschen in andere Regionen den Trend fehlenden Nachwuchses weiter verschärfen. Wir brauchen endlich positive Signale an die jungen Menschen in Südbrandenburg!

Hintergrund-Informationen

Bei Fragen zur demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region sowie rund um die Forderung nach unbefristeter Übernahme von Azubis steht Ihnen Ralf Köhler unter nebenstehenden Kontakten jederzeit Rede und Antwort.

Quelle: PM der IG Metall Südbrandenburg - Die IG Metall Südbrandenburg im Internet: www.suedbrandenburg.igmetall.de