Mit Platzeck gehen Uni und Klima baden

Matthias Platzeck stellt heute in Cottbus die Halbzeitbilanz seiner Regierungszeit vor. In einer gemeinsamen Aktion mit Studierenden der BTU stellen Teilnehmende des Klimacamps klar: "Mit Platzeck gehen Uni und Klima baden". Dies ist das Motto der Aktion, bei welcher Aktivist*innen, u.a. in Eisbärenkostümen, vor dem Ort des Treffens "baden gehen", um auf das drohende Klimachaos hinzuweisen und die Energiewende einzufordern.

Die Aktivist*innen des Klimacamps sehen im Vorgehen der Landesregierung bei den Fusionsplänen der Hochschulen und der Energiepolitik
Parallelen: beide werden undemokratisch von oben durchgeführt und sind nicht nachhaltig. Eine dezentrale selbstbestimmte Energiewende und eine selbst bestimmte Hochschulpolitik können eben nicht von oben diktiert werden.

Barbara Müller, Aktivistin des Camps erklärt dazu: "Die Halbzeitbilanz von Ministerpräsident Platzeck ist ernüchternd. Nachdem er fälschlicherweise auf das Feigenblatt CCS setzte, arbeitet seine Regierung trotzdem weiter an der Abbaggerung weiterer Dörfer für die Braunkohle. Wir fordern das Ende der Braunkohleverstromung und eine Wende hin zu erneuerbaren Energien!"

Der Pro-Kopf Ausstoß an Kohlendioxid in Brandenburg liegt mit 22 Tonnen pro Jahr höher als beispielsweise in den USA (ca. 20t) und auch um das Doppelte über dem bundesweiten Durchschnitt (12t). Ursache hierfür ist die klimaschädliche Verstromung der Braunkohle.

Auf dem Klima- und Energiecamp, welches vom 11. bis 19. August 2012 in stattfindet, gibt es ein vielfältiges Programm. Auf dem Camp werden zahlreiche Veranstaltungen, Trainings, Workshops sowie ein kulturelles Rahmenprogramm geboten. Das Camp startete am Samstag, den 11.08. mit der Demonstration "Für eine Zukunft ohne Kohle und Atom - Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität erkämpfen". Am Freitag, den 17. August findet die Abschlussaktion am Kraftwerk in Jänschwalde statt.

weitere Informationen: www.lausitzcamp.info

Quelle: PM des Lausitzer Klima- und Energiekamps