Eisenhüttenstadt - Streikbrecher sollen wieder die Arbeit aufnehmen

Olaf Piepenbrock zahlt lieber für Streikbrecher als richtigen Lohn

Streikbrecher sollen wieder die Arbeit aufnehmenDie Geschäftsführung der Piepenbrock Instandhaltung GmbH in Eisenhüttenstadt bewegt sich auch in der zwölften Woche nach Streikbeginn für einen angemessenen Lohn keinen Millimeter auf die Mitarbeiter zu. Statt in Gesprächen mit der Belegschaft und der IG BAU einen tragfähigen Kompromiss zu suchen, werden die Streikenden aufgefordert, als Streikbrecher wieder die Arbeit aufzunehmenDie in diesem Fall drohende Rückzahlungspflicht der von der IG BAU gezahlten Streikgelder will Piepenbrock übernehmen. "Das wird viel teurer als die geforderte Lohnerhöhung von einem Euro pro Stunde. Und es zeigt, dass es Olaf Piepenbrock offenbar gar nicht um die Kosten geht, sondern darum, hier seine Macht zu demonstrieren", stellte der Streikleiter und IG BAU-Branchensekretär Mathias Kalusniak fest. "Doch statt die Beschäftigten auseinander zu bringen, schweißt sie so ein Vorgehen nur noch stärker zusammen."

Am heutigen Mittwoch (1. August 2012) wird eine Delegation der Beschäftigten in Eisenhüttenstadt zur Piepenbrock-Zentrale nach Osnabrück reisen. Dort informieren sie ihre Kollegen, die Presse und Passanten über die Zustände in der Niederlassung in Eisenhüttenstadt.

Hoffnung dabei mit dem Chef persönlich sprechen zu können, haben die Delegationsmitglieder jedoch nicht. Während seine Beschäftigten in den mittlerweile vierten Monat ihres Arbeitskampfes gehen, urlaubt Olaf Piepenbrock derweil im sonnigen Florida.

Quelle: PM der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt