Landkreis Görlitz - Hochwasser werden Schäden erfasst

Nach dem schweren Hochwasserereignis am vergangenen Wochenende geht es nun im Landkreis Görlitz ans große Aufräumen und Erfassen der Schäden.

 In dieser Woche werden in den Kommunen alle Schäden an kommunalen Einrichtungen, an der Infrastruktur und privaten Gebäuden sowie in der Landwirtschaft erfasst. Landrat Bernd Lange geht derzeit von einem Schaden in zweistelliger Millionenhöhe aus.

"Auch wenn in unserem Landkreis in den zurückliegenden zwei Jahren viel für den Hochwasserschutz getan wurde, zeigen sich doch noch erhebliche Lücken", sagte Landrat Lange. So regte er an, über weitere Regenwasserrückhaltebecken nachzudenken. Erneut forderte er weitere Pegelmesspunkte und ein leistungsfähiges Funknetz.

Die Hochwasserlage hatte sich bereits gestern Abend weiter entspannt. Am Zusammenlauf des Schwarzen und Weißen Schöps bei Boxberg wurde 10.45 Uhr eine Wasserhöhe von 3, 82 Metern gemessen bei derzeit noch gleichbleibender Tendenz. Freiwillige Feuerwehren und die Wasserwehr in Boxberg waren gut vorbereitet und konnten die Situation mit eigenen Kräften meistern.

Landrat Bernd Lange dankt allen Einsatzkräften: den Bürgern vor Ort, die besonnen mit dieser erneuten Katastrophe umgegangen sind, den Bürgermeistern, die verantwortungsbewusst gehandelt haben und ebenso dem Technischen Hilfswerk THW, den Freiwillige Feuerwehren, der Bundes- und Landespolizei sowie den Vertretern der Landestalsperrenverwaltung für die sehr konstruktive Zusammenarbeit.

Der Landkreis Görlitz war am vergangenen Wochenende von einem schweren Hochwasser betroffen, so dass unter anderem für einige Gemeinden im Einzugsgebiet des Schwarzen und des Weißen Schöps sowie in Kemnitz bei Bernstadt Katastrophenalarm ausgelöst werden musste. Ursache waren kurzzeitige erhebliche und so nicht beherrschbare Niederschläge. Personenschäden waren nicht zu beklagen.

Beim klassifizierten Straßennetz gibt es weiterhin folgende Einschränkungen:

Der Knotenpunkt S 122/124 Döbschütz, die K 8409 in der Ortslage Sohland/a.R., die S 143 in Bischdorf und die K 8678 Lawalde-Streitfeld sind weiterhin voll gesperrt. An der B6 ist der Abzweig Zoblitz halbseitig gesperrt. Auch viele Gemeindestraßen sind weiterhin nur eingeschränkt nutzbar.

Quelle: PM des Landratsamt Görlitz