Hochwasserlage im Landkreis Görlitz leicht entspannt

Die Hochwasserlage in Teilen des Landkreises Görlitz hat sich in den Nachtstunden leicht entspannt, so dass der Katastrophenalarm für die Gemeinde Sohland a. R., Kemnitz, Kodersdorf und Schöpstal aufgehoben werden konnte.

Um 8 Uhr wurde der Katastrophenalarm für Horka und Uhsmannsdorf aufgehoben. In Waldhufen bleibt der Hochwasseralarm bestehen. Für Kemnitz (OT von Bernstadt) wird um 8 Uhr wiederum Katastrophenvoralarm ausgelöst, da die Lage am Damm am Regenwasserrückhaltebecken sehr schwierig ist. Der Damm konnte in der Nacht zwar von THW und Feuerwehren gehalten werden, droht aber zu brechen, wenn noch einmal große Wassermengen, wie am Vortag, auftreffen.

Der Damm in Horka, der bislang nur provisorisch errichtet ist, wurde stabilisiert und hat gehalten.

Ein Schwerpunkt ist auch der Stausee Quitzdorf. Der freie Hochwasserrückhalteraum ist seit gestern Abend,19.30 Uhr, vollkommen ausgelastet, so dass das Wasser über die Hochwasserentlastungsanlage abgeführt wird. Der Scheitel wird für 10 Uhr mit einem Abfluss von 12,3 m³/s erwartet, so dass die Alarmstufe 3 am Unterlauf des Schwarzen Schöpses erreicht werden könnte.

Der Knotenpunkt S 122/124 Döbschütz ist weiterhin voll gesperrt. Viele Straßen sind aber weiterhin nur eingeschränkt nutzbar.

Momentan befinden sich die Feuerwehren in den noch vorhandenen Schwerpunktgebieten auf Kontrolle bzw. im Einsatz. Gleichzeitig erfolgt die Herstellung der Wiedereinsatzbereitschaft. Das THW ist in Kemnitz und Horka im Einsatz. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum Niesky wurde eine entsprechende Reserve an Sandsäcken angelegt.

Quelle: Landratsamt Görlitz