Baupreisindex im Land Brandenburg um 4,1 Prozent gestiegen

Baupreisindex im Land Brandenburg im Mai 2012 gegenüber Mai 2011 um 4,1 Prozent gestiegen

Baupreisindex im Land Brandenburg um 4,1 Prozent gestiegen

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Land Brandenburg im Berichtsmonat Mai 2012 gegenüber Februar 2012 um 0,7 Prozent auf einen Indexstand von 131,9 (Basis 2005 ≙100) gestiegen. Die Veränderung zum Vorjahresmonat Mai 2011 betrug 4,1 Prozent.

Der Anstieg der Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Mai 2012 gegenüber Februar 2012 um 0,7 Prozent wurde sowohl durch Preiserhöhungen für Ausbauarbeiten (+0,8 Prozent) als auch für Rohbauarbeiten (+0,6 Prozent) bestimmt. Großen Einfluss auf die vierteljährliche Gesamtentwicklung hatten dabei vor allem Preiserhöhungen für Maler- und Lackierarbeiten (+2,8 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+2,3 Prozent), Erdarbeiten (+2,1 Prozent), Fliesen- und Plattenarbeiten (+1,4 Prozent), Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+1,3 Prozent) sowie der Einbau von Gas-, Wasser- und Abwasserinstallationsanlagen (+1,2 Prozent). Ein nennenswerter Preisrückgang im Vergleich zum Februar 2012 war lediglich für Betonarbeiten festzustellen (–1,0 Prozent).

Baupreisindizes im Land Brandenburg (Basis 2005 ≙ 100)

Baupreisindizes im Land BrandenburgIm Vergleich zum Vorjahr sind die Bauleistungspreise im Mai 2012 um 4,1 Prozent gestiegen. Damit hat sich die jährliche Teuerung weiter erhöht (August 2011: +2,4 Prozent; November 2011: +3,1 Prozent; Februar 2012: +3,7 Prozent). Ursache der jährlichen Entwicklung im Mai 2012 waren vordergründig deutlich gestiegene Preise für Rohbauarbeiten (+4,5 Prozent). Aber auch die Preise für Ausbauarbeiten haben gegenüber Mai 2011 kräftig angezogen (+3,9 Prozent). Besonders beeinflusst wurde das Gesamtergebnis für den Jahresvergleich beispielsweise von Preiserhöhungen für die Installation von Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+6,9 Prozent), Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+6,2 Prozent), Erdarbeiten (+5,8 Prozent), Zimmer- und Holz- sowie Metallbauarbeiten (jeweils +5,6 Prozent), den Einbau von Gas-, Wasser- und Abwasserinstallationsanlagen (+5,5 Prozent) sowie die Installation von Wärmedämm-Verbundsystemen (+5,0 Prozent). Erwähnenswerte Preisreduzierungen waren im Jahresvergleich nicht zu verzeichnen.

Die Preisentwicklung nach Bauwerksarten ergab ähnlich hohe Veränderungsraten. So waren im Mai 2012 der Neubau von Mehrfamilien- (4,3 Prozent) sowie Ein- und Zweifamiliengebäuden (4,1 Prozent) und die Instandhaltung von Wohngebäuden (in Mehrfamiliengebäuden ohne Schönheitsreparaturen: +5,0 Prozent; Schönheitsreparaturen in einer Wohnung: +6,7 Prozent) wieder deutlich teurer als im Mai 2011. Gleiches gilt für den Neubau von Nichtwohngebäuden und sonstigen Bauwerken. So kostete im Mai 2012 der Bau von gewerblichen Betriebsgebäuden 4,9 Prozent, Straßen 4,7 Prozent, Brücken und Bürogebäuden jeweils 4,2 Prozent sowie Ortskanälen 4,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg