Vergabebericht 2011 des Freistaates Sachsen

Sächsische Unternehmen können sich im Wettbewerb sehr gut behaupten

Im Jahr 2011 hat der Freistaat Sachsen 118.578 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 796 Millionen Euro vergeben. Diese Bilanz steht im neunten Vergabebericht des Freistaats, den das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zum 30. Juni dem Sächsischen Landtag zugestellt hat. Erfasst wurden dabei die Vergabeverfahren der staatlichen Stellen unterhalb der EU-Schwellenwerte.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Aufträge nahezu unverändert; das vergebene Auftragsvolumen ging dagegen um ca. zehn Prozent zurück. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2011 nicht mehr die in den vorangegangenen Jahren im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise ("Konjunkturpaket II") zusätzlich zur Verfügung stehenden Finanzmittel eingesetzt werden konnten.

"Wie im vergangenen Jahr sind zwei Drittel aller Aufträge und rund 70% des Auftragsvolumens an Unternehmen aus Sachsen gegangen. Von den vergebenen 796 Millionen Euro Mitteln sind also 554 Millionen Euro in Sachsen geblieben", so Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). "Das zeigt, dass sich die sächsischen Unternehmen im Wettbewerb sehr gut behaupten können."

2011 gab es eine starke Zunahme bei der Zahl der Öffentlichen Ausschreibungen (463 Aufträge mehr als im Vorjahr). Auch das im Rahmen der Vergabeverfahren vergebene Volumen hat stark zugenommen (83 Millionen Euro mehr als im Vorjahr).

Von den annähernd 268 Millionen Euro, die im Rahmen von Öffentlichen Ausschreibungen vergeben wurden, verblieben 227 Millionen Euro bei sächsischen Unternehmen, davon wiederum knapp 192 Millionen Euro im Baubereich.

Zum 31. Dezember 2010 sind eine Reihe vergaberechtlicher Sonderregelungen ausgelaufen. Bis dahin konnten Dienst- und Lieferleistungen bis zu 100 000 Euro beschränkt ausgeschrieben oder freihändig vergeben werden. Bauleistungen bis zu 1 Million Euro konnten ebenfalls beschränkt ausgeschrieben und bis zu 100 000 Euro freihändig vergeben werden. Diese Wertgrenzen liegen jetzt deutlich niedriger, so dass die Zunahme der Öffentlichen Ausschreibungen und ein Rückgang bei den Beschränkten Ausschreibungen und Freihändigen Vergaben abzusehen war.

Nach Weiterleitung an den Sächsischen Landtag wird der Vergabebericht 2011 im Internet unter www.sachsen.de eingestellt.

SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr