Standortentwicklung in Frankfurt (Oder) wird in Wachstumskernstrategie eingebunden

Chance von Nachfolgeinvestitionen nach dem Aus von First Solar erhöhen

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers Die "Arbeitsgruppe First Solar" hat heute über die weitere Entwicklung in Frankfurt (Oder) und Möglichkeiten einer nachhaltigen Standortentwicklung beraten. "Um die Chance von Nachfolgeinvestitionen nach der Schließung der Produktion von First Solar zu erhöhen, werden die Aktivitäten der Investorenakquisition noch einmal verstärkt. Dazu wird die Frage der Standortentwicklung in die Strategie der Regionalen Wachstumskerne (RWK) integriert. Indem das Engagement für die Region in den RWK-Prozess eingebunden wird, erhöhen sich die Chancen, dass Ersatzarbeitsplätze für die von der Werksschließung von First Solar betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden." Das erklärte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers nach der Sitzung der Arbeitsgruppe.

Für den Regionalen Wachstumskern Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt wird eine umfangreiche Maßnahme zur Direktakquisition von Investoren durchgeführt, um neue Arbeitsplätze am Standort zu schaffen. Primäres Ziel ist es, Industrie- und Gewerbeansiedlungen durch eine proaktive Ansiedlungsakquisition zu initiieren. Unternehmen sollen national und international gezielt angesprochen und während der Vorbereitung von Investitionsvorhaben am Standort von der Wirtschaftsförderung unmittelbar begleitet werden. "Das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten fördert diese Maßnahme mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung", sagte Christoffers.

Die Ansiedlungsteams der ZukunftsAgentur haben direkt nach Bekanntwerden der geplanten Werksschließung von First Solar ihre Akquisitionstätigkeit auf Ostbrandenburg fokussiert. Bei Standortpräsentationen im In- und Ausland - unter anderem in Österreich, Frankreich, Schweden und den USA - soll auch weiterhin verstärkt für Investitionen in Ostbrandenburg geworben werden. Minister Christoffers will auch bei seiner für September geplanten Reise nach Finnland und Norwegen für die Region werben. "Vorliegende Investorenanfragen zeigen, dass Frankfurt (Oder) ein attraktiver Investitionsstandort ist", sagte der Minister.

Außerdem wird unter Mitwirkung der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern die Vermittlung von Fachkräften an Unternehmen unterstützt, die sich derzeit ansiedeln oder ihre Kapazitäten erweitern.

Der Arbeitsgruppe "First Solar", die nach der angekündigten Schließung des Frankfurter Werks von First Solar im April gegründet wurde, gehören Vertreter von Landesregierung und First Solar, von der Stadt Frankfurt (Oder), der IG Metall, der ZukunftsAgentur Brandenburg, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der Bundesagentur für Arbeit an.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg