rückläufige Umsätze in der Brandeburger Industrie

Brandenburger Industrie meldet im April 2012 erstmals wieder rückläufige Umsätze

Nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg gingen im April 2012 in den 443 Brandenburger Industriebetrieben ab 50 Beschäftigte die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um insgesamt 2,1 Prozent auf 1,8 Mrd. EUR zurück. Dabei verminderte sich das Inlandsgeschäft um 5,7 Prozent auf 1,2 Mrd. EUR, während gleichzeitig der Umsatz mit ausländischen Auftraggebern um 6,5 Prozent auf 0,6 Mrd. EUR anstieg. In den Brandenburger Industriebetrieben arbeiteten Ende April 79 244 Beschäftigte, das waren 1,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat.

Deutliche Umsatzeinbußen unter den umsatzstärksten Branchen meldeten die Nahrungsmittelhersteller (–11,5 Prozent), die Chemische Industrie (–9,2 Prozent) und die metallerzeugenden/-bearbeitenden Betriebe (–6,1 Prozent). Andere umsatzstarke Wirtschaftsbereiche erzielten dagegen Zuwachsraten: die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (5,8 Prozent), der sonstige Fahrzeugbau (2,3 Prozent) und die Produktion von Papier, Pappe und Waren daraus (1,0 Prozent). Die größten Umsatzeinbußen verzeichneten die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (–38,6 Prozent). Die höchste Umsatzsteigerung erfolgte im Bereich Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen (34,8 Prozent).

Nach der positiven Umsatzentwicklung im vergangenen Jahr konnte die Brandenburger Industrie in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres den Umsatz auf 7,3 Mrd. EUR und damit um 1,5 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum erhöhen. Diesem Zuwachs lag eine Umsatzsteigerung von 11,2 Prozent im Auslandsgeschäft zugrunde bei einem zugleich um 2,5 Prozent verminderten Inlandsumsatz.

Verarbeitendes Gewerbe im Land Brandenburg seit Januar 2012

 Brandenburger Industrie meldet im April 2012 erstmals wieder rückläufige Umsätze

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Amt für Statistik Berlin-Brandenburg