Brandenburg wird als Wanderreiseland immer beliebter

Rund 2.000 Kilometer markierte Wanderwege - fünf zertifizierte Qualitätswege

Brandenburg wird als Wanderreiseland immer beliebter

"Urlaub in Brandenburg liegt im Trend, das belegen die jüngsten Übernachtungszahlen. Insbesondere der Naturtourismus erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Gäste erkunden die märkische Natur- und Kulturlandschaft mit dem Rad, auf dem Wasser - und immer öfter auch auf Wanderungen. Hier erwarten wir für die Zukunft eine weiterhin positive Entwicklung. Aus diesem Grund ist Wandern nicht nur ein zentrales Thema in der brandenburgischen Landestourismus-konzeption 2011-2015, sondern ebenso Bestandteil der Strategischen Marketingplanung der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH." Das erklärte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers heute im Vorfeld des 112. Deutschen Wandertages. Das Großereignis, zu dem bis zu 50.000 Wanderer aus ganz Deutschland erwartet werden, findet vom 20. bis 25. Juni im Fläming statt.

"Trotz seiner traditionellen Wanderregionen - dem Schlaubetal, der Märkischen Schweiz oder der Schorfheide beispielsweise - ist Brandenburg kein klassisches Wanderreiseland. Im Zuge des demografischen Wandels schätzen jedoch zunehmend mehr Menschen flachere Wege, die durch abwechslungsreiche Landschaften, oftmals auch am Wasser entlang führen. Hier kann Brandenburg eindeutig punkten", sagte Christoffers. Als weiteren Grund für die wachsende Beliebtheit von Wanderaktivitäten nannte der Minister ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein sowie der Wunsch nach Nachhaltigkeit.

Derzeit gibt es rund 2.000 Kilometer markierte Wanderwege in Brandenburg. Fünf Wege in Brandenburg sind derzeit vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderwege "Wanderbares Deutschland" zertifiziert: der Märkische Landweg (Uckermark), der Burgenwanderweg (Fläming), der Schlaubetal-Wanderweg (Seenland Oder-Spree), die Naturparkroute Märkische Schweiz (Seenland Oder-Spree) und der Oderlandweg (Seenland Oder-Spree). Die Zertifizierung sei zu einem Gütesiegel geworden, an dem sich Wanderer orientierten, sagte Minister Christoffers. Eine Untersuchung zeige, dass zertifizierte Wege bis zu 80 Prozent stärker nachgefragt würden.

Mit der Uckermark, dem Ruppiner Seenland, dem Fläming und dem Seenland Oder-Spree haben sich vier der märkischen Reiseregionen den weiteren Ausbau ihres Wanderwegenetzes und ihrer touristischen Angebote für Wanderer auf die Fahnen geschrieben.

Besondere Bedeutung für den Wandertourismus in Brandenburg habe der Berliner Markt, in dem vor allem der Tagestourismus eine wichtige Rolle spiele, hob Minister Christoffers hervor. Als Beispiele für innovative Angebote, die gerade im Berliner Markt auf gute Resonanz gestoßen seien, nannte er den Kunstwanderweg im Fläming, das Eselwandern in der Uckermark und im Oderbruch, Yogawandern, GeoCaching oder das Wandern mit Huskys im Ruppiner Seenland.

Erfreut zeigte sich der Minister darüber, dass im Netzwerk "Aktiv in der Natur" neben den erfolgreichen Themen Rad- und Wassertourismus nun auch das Thema Wandern zunehmend in den Fokus rücke. So hat das vom Wirtschafts- und Europaministerium mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) unterstützte Netzwerk "Aktiv in der Natur", eine brandenburgweite Kooperation touristischer Akteure, 2011 gemeinsam mit dem Wandermagazin einen Pocketguide mit elf Touren herausgegeben. Zurzeit ist die Version mit insgesamt 27 Touren in Arbeit.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg