Auftragsplus in der Brandenburger Industrie

Auslandsnachfrage sorgt im April 2012 für Auftragsplus in der Brandenburger Industrie

Die Brandenburger Industriebetriebe verzeichneten auch im Monat April dieses Jahres, wie bereits im Vormonat März, eine deutliche Zunahme von Bestellungen aus dem Ausland. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, sorgten allein diese verstärkten Auslandsgeschäfte (+154,5 Prozent) für ein um 25,7 Prozent höheres preisbereinigtes Auftragsvolumen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Die Inlandsnachfrage blieb dagegen nach wie vor rückläufig (–26,8 Prozent).

Die starke Nachfrage aus dem Ausland galt ausschließlich den beiden Wirtschaftsbereichen Fahrzeugbau und Herstellung von elektrischen Ausrüstungen. Während die Zuwachsrate in der erstgenannten Branche infolge erneuter Großaufträge insgesamt dreistellig ausfiel, blieb sie im zweiten Fall etwas unter 30 Prozent. Ansonsten meldeten die Brandenburger Industriebetriebe rückläufige Auftragszahlen. So gingen die Auftragsvolumina bei den Produzenten von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 41,0 Prozent, in der chemischen Industrie um 34,9 Prozent und in den Betrieben der Metallerzeugung/-bearbeitung um 15,1 Prozent zurück.

Im Zeitraum Januar bis April des laufenden Jahres erhöhte sich das Auftragsvolumen der Brandenburger Industriebetriebe gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2011 um insgesamt 7,8 Prozent. Dabei nahmen die Bestellungen aus dem Ausland um 50,2 Prozent zu, während die Nachfrage im Inland um 17,7 Prozent nachließ.

Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe im Land Brandenburg seit Januar 2012

Über das Datenangebot des Bereiches Verarbeitendes Gewerbe informiert:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg