Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften 20 Jahre im Landkreis Elbe-Elster präsent

FIB wichtiger Partner bei der Braunkohlesanierung in der Lausitz

Landrat Christian Jaschinski stellte die Bedeutung des FIB als Partner für die Braunkohlesanierung in der Region heraus.Mit einer Festveranstaltung hat das Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB e.V.) am 13. Juni sein 20-jähriges Bestehen im Logenhaus Finsterwalde gefeiert. Im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Katherina Reiche, und Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, ging es um Rückblicke und Perspektiven der Forschung für die Bergbaufolgelandschaft.

Die rund 20 Forscher der Mehrländereinrichtung erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen und anwendungsbezogene Lösungen für die Bergbaufolgelandschaften. Ziel ist die Nutzbarmachung der geschädigten Kulturlandschaften in der Lausitz und im Raum Halle-Leipzig. Während einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Festveranstaltung im Logenhaus machte Landrat Christian Jaschinski deutlich, welche Bedeutung das einzige Forschungsinstitut im Landkreis Elbe-Elster hat: "Braunkohlesanierung ohne das FIB als Partner ist quasi nicht denkbar. Die wissenschaftliche Einrichtung hat sich in den 20 Jahren ihres Bestehens mit ihrer erfolgreichen Arbeit und ihrer wissenschaftlichen Kompetenz einen guten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet. Das ist ein Pfund, auf das wir auch bei den künftigen Herausforderungen bei der Braunkohlesanierung setzen."

Das FIB wurde nach erfolgter Evaluierung durch den Wissenschaftsrat 1991 als Institut der außeruniversitären Agrarforschung (Mehrländerinstitut) in Nachfolge bestehender DDR-Einrichtungen gegründet. Das Institut wird heute durch das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und mit einem kleineren Betrag durch das sächsische Agrar- und Umweltministerium gefördert.

Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften hatte Partner und Vereinsmitglieder zu einer Festveranstaltung ins Logenhaus in Finsterwalde eingeladen.Zu den Arbeitsgebieten gehören die landwirtschaftliche und forstliche Rekultivierung der Kippenflächen, die Wiederherstellung und Verbesserung der Böden, die Gewässersanierung, die Untersuchung der Ökosystementwicklung, die Renaturierung, Planung und Gestaltung der durch den Braunkohlebergbau geschädigten Flächen. Aktuell auf der Tagesordnung steht das Thema Grundwasserneubildung und Grundwasserqualität. Ein besonderes Problem bildet die Oxidation der in Bergbauhalden und -kippen enthaltenen Eisensulfide, die zu einer starken Versauerung und hohen Salzkonzentration der Oberflächengewässer führt.

Fotos Pressestelle Kreisverwaltung: 1) Landrat Christian Jaschinski stellte die Bedeutung des FIB als Partner für die Braunkohlesanierung in der Region heraus. 2) Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften hatte Partner und Vereinsmitglieder zu einer Festveranstaltung ins Logenhaus in Finsterwalde eingeladen.

Quelle: Pressestelle des Landkreis Elbe-Elster