Warnstreiks im Kfz-Handwerk der Region Berlin, Brandenburg und Sachsen

Die IG Metall erhöht mit Warnstreiks im Kfz-Handwerk ab kommender Woche den Druck auf die Arbeitgeber, nachdem es in den bisherigen Tarifverhandlungen zu keiner Annährung kam. Warnstreiks sind im Zeitraum vom 11. bis 20. Juni 2012 in Berlin, Brandenburg und Sachsen geplant.

Die IG Metall fordert für die rund 37.000 Beschäftigten und Auszubildenden im Kfz-Handwerk in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen 6,5 Prozent mehr Einkommen für zwölf Monate und eine verbesserte Perspektive der Auszubildenden nach ihrer Ausbildungszeit. Die Arbeitgeber der "Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe" (TG MDK), boten bisher 2,7 Prozent für 13 Monate, was umgerechnet 2,5 Prozent im Jahr entspricht.

Peter Friedrich, Kfz-Verhandlungsführer der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen sagte: "Diese mickrige Lohnanhebung von zwei Prozent pro Jahr, reißt nach Abzug der Inflation ein kräftiges Minus in den Geldbeutel der Beschäftigten. Das Angebot ist völlig inakzeptabel und eine dreiste Provokation für die Beschäftigten."

Die Kfz-Branche steht vor extremen Herausforderungen ihre qualifizierten Fachkräfte zu halten und ihren Nachwuchs für die Zukunft zu sichern. "Wer sich mit einer Dumpingstrategie am Markt behaupten will wird gnadenlos scheitern. Gewinnen kann nur, wer für die Menschen attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze anbietet und sich so eigene Kompetenzen sichert", sagte Friedrich.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 26. Juni um 13:00 Uhr in Berlin statt.

Quelle: PM der IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen