Cottbus - Forderungen zur Hochschulentwicklung in der Lausitz

7 Forderungen der Rathausspitze in Cottbus zur aktuellen Debatte der Hochschulentwicklung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) und der Hochschule Lausitz (HL)

  1. Ein Teil der Äußerungen der Lausitzkommission beziehen sich auf die Unterfinanzierung des gesamten Hochschulbereiches im Land Brandenburg. Deswegen fordern wir eine schrittweise Erhöhung des Hochschuletats für Lehre und Forschung im Land Brandenburg.
  2. Das derzeitige Mittelverteilungsmodell muss ab 2013 für alle 9 Hochschulen im Land abgeschafft und durch eine fünfjährige Budgetfestlegung im Rahmen eines Hochschulvertrages zwischen MWFK/MdF und jeder einzelnen Hochschule ersetzt werden (Novellierung des Brandenburgischen Hochschulgesetzes).
  3. Für die Hochschulentwicklung in der Niederlausitz fordern wir eine Budgetgarantie von 66 Millionen Euro für die nächsten 5 Jahre plus einer jährlichen Anhebung der Mittel entsprechend der jährlichen Aufstockung für alle Hochschulstandorte.
  4. HL und BTU Cottbus müssen eine Fünfjahresgarantie für 228 Professorenstellen erhalten, die zum Teil durch die Hochschulen variiert und umverteilt werden können.
  5. Wir fordern, dass es vor der Hochschulstrukturplanung des gesamten Landes keine Einzelentscheidung zur Hochschulstruktur in der Niederlausitz geben wird. Wir wollen entsprechend dem Vorschlag der Lausitzkommission wissen, welche Fakultäten (und gemeinsamen Fakultäten), Studienangebote und Forschungsschwerpunkte an den Standorten Campus Senftenberg, Cottbus-Sachsendorf und Campus BTU angeboten werden.
  6. Wir fordern, die Studierendenzahlen für die HL in Senftenberg auf 2.000 und für die Standorte HL in Cottbus-Sachsendorf auf 2.000 und BTU in Cottbus auf 8.000 zu erhöhen.
  7. Im Land Brandenburg gibt es 19 bundesweite außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit finanzieller Beteiligung durch die öffentliche Hand, davon allein in Potsdam 13 - in der Niederlausitz gibt es keine Einrichtung!
    Wir fordern die Landesregierung auf, sich für ein Helmholtz-Institut im Energiebereich am Standort der BTU Cottbus einzusetzen (siehe Koalitionsvereinbarung).
    Alle Forderungen werden in ihrer Umsetzung die gute Kooperation zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen mit der BTU und der HL Senftenberg fortsetzen und intensivieren. Die Fachkräfteausbildung und -entwicklung ist das Thema der Zukunft! Erfolgreiche Landesstrukturpolitik verlangt eine höhere Studierendenzahl in den berlinfernen Regionen Brandenburgs.

Quelle: Stadt Cottbbus/ Frank Szymanski