Wasserstoff-Forschungszentrum an der BTU Cottbus eingeweiht

Forschung für die Energieversorgung der Zukunft

Wasserstoff-Forschungszentrum an der BTU CottbusAnlässlich der Einweihung des Wasserstoff-Forschungszentrums an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus haben Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers und Wissenschaftsministerin Sabine Kunst auf die hohe Bedeutung der Einrichtung für die weitere Erforschung von Speichertechnologien hingewiesen.

Minister Christoffers sagte: "Eine der wichtigsten Aufgaben zur Bewältigung der Energiewende ist die Entwicklung von Technologien, die Energie aus erneuerbaren Quellen speicherbar machen. Ein vielversprechender Anfang ist mit dem Hybridkraftwerk in Prenzlau gemacht, doch die Technik muss im Verfahren weiter optimiert werden. Das neue Forschungszentrum an der Brandenburgischen Technischen Universität trägt dazu bei, die Hybridtechnik zur Energiespeicherung serienreif und damit in großem Stil nutzbar zu machen. Dies ist für die Systemintegration der erneuerbaren Energien von entscheidender Bedeutung."

Ministerin Kunst sagte: "Es ist mir eine besondere Freude, dass mit diesem Forschungszentrum ingenieurwissenschaftliches Neuland betreten wird und gleichzeitig Lösungen für Brandenburg erarbeitet werden. Das besondere am Konzept des Wasserstoffforschungszentrums ist, dass es passgenau auf die spezifisch brandenburgische Bedarfssituation - hohe Belastung der Netze durch erneuerbare Energien bei geringer Lastsituation - abgestimmt ist. Die Ergebnisse dieser brandenburgischen Energieforschung werden weit über die brandenburgische Situation hinaus nachgefragt werden. So ist Brandenburg nicht nur in Sachen erneuerbare Energien ein Vorreiter in Deutschland, sondern auch ganz vorne dabei mit innovativen Ansätzen in der Energieforschung."


In dem neuen Forschungszentrum widmen sich Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Joachim Krautz Forschungsarbeiten, die Verfahrensoptimierungen ermöglichen sollen, um die Effizienz und damit die Wasserstoffausbeute von Hybridkraftwerken steigern zu können. Denn die bislang verwendeten Elektrolyse-Anlagen sind nur bedingt in der Lage, optimale Produktionsbedingungen zu erreichen, wenn der Strom - wie bei Windkraftanlagen üblich - schwankend eingespeist wird. Außerdem werden im Wasserstoff-Zentrum Fragen zur Speicherung, zum Transport und zur Verstromung von Wasserstoff untersucht.

Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU arbeitet dabei mit Wirtschaftspartnern wie der ENERTRAG AG und der TOTAL Deutschland GmbH zusammen. Die ENERTRAG AG hat in Prenzlau das weltweit erste Hybridkraftwerk in Betrieb genommen, in dem aus Wasserstoff und erneuerbaren Energien Strom und Treibstoff erzeugt wird. Das neue Forschungszentrum wird vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten mit 3,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Dies ist eine Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Lnades Brandenburg.