Maschinen und Technologien aus Sachsen in Russland gefragt

Erfolgreiche Messeteilnahme sächsischer Unternehmen in Moskau

Sachsens Maschinenbauunternehmen können zufrieden sein. Ihre Teilnahme an der METALLOOBRABOTKA in Russlands Hauptstadt war erfolgreich. So verkündet beispielsweise die Dresdner MIKROMAT GmbH die Unterzeichnung eines Vertrages über die Lieferung einer Präzisionsmaschine MIKROMAT-8V an das russische ENIMS-Institut für Werkzeugmaschinenforschung. Dieses Institut ist neben der Moskauer Staatlichen Technologischen Universität (STANKIN) der Koordinator- und Technologieträger für die Reorganisation und Modernisierung des russischen Werkzeugmaschinenbaus.

Bereits zum neunten Mal nahmen sächsische Unternehmen die Gelegenheit wahr, sich auf der wichtigsten russischen Maschinenbaumesse zu präsentieren. Insgesamt 20 Firmen und Institutionen aus Sachsen stellten in diesem Jahr auf einem Gemeinschaftsstand aus, der im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) in Zusammenarbeit mit der Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (VEMAS) organisiert wurde. Die Nachfrage des russischen Marktes nach Produkten und Technologien der Maschinenbaubranche ist groß. Umfassende Modernisierungen im allgemeinen Maschinenbau, im Fahrzeug- und Eisenbahnbau, aber auch weit reichende Investitionen in anderen Industriebereichen bieten derzeit ein enormes Auftragspotenzial. "Es freut uns sehr, dass Qualität aus Sachsen an dieser Stelle besonders gefragt ist. Mit Auslandsumsätzen von weit über 29 Mrd. Euro haben die sächsischen Unternehmen bereits 2011 eindrucksvoll bewiesen, wie wettbewerbsfähig sie am Weltmarkt agieren und Wachstumspotenziale mit Produkten 'Made in Saxony' erschließen.", betont der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok. "Organisierte Messeteilnahmen wie auf der METALLOOBRABOTKA stellen die sächsische Maschinenbaukompetenz insgesamt unter Beweis. Und sie vereinfachen den ausstellenden Unternehmen die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen."

So kann auch die Dr. Teschauer AG einen Auftrag über insgesamt fast 100.000 Euro zur Lieferung von hochwertigen Standard- und Normteilen (Wälzlager) vorweisen. Der Spezialist für Laserbeschriftungssysteme aus Chemnitz freute sich über zahlreiche hochrangige Besucher (Generaldirektoren, technische Direktoren, Einkäufer etc.) mit konkretem Interesse an seinen Produkten. Diese Gespräche werden noch im Juni 2012 zu einem weiteren Liefervertrag in Höhe von über 80.000 Euro mit einem Kunden aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt führen.

Die VTD Vakuumtechnik Dresden GmbH verbuchte bereits im Vorjahr auf der Messe Erfolge. Aus einem Kontakt mit der Staatlichen Tschernyschewski Universität Saratov entwickelte sich der Abschluss eines Vertrages für die Lieferung eines Hartstoffbeschichtungszentrums für den neu geschaffenen wissenschaftlich-technologischen Komplex an der Universität. In diesem Jahr bringt die Dresdner Firma gleich zwei weitere Projekte auf den Weg. VTD rechnet kurzfristig mit Aufträgen des Technologiezentrums PERM und des Maschinenbau-Unternehmens Uralwagonzarod.

Auch die Organisatoren des Gemeinschaftsstandes - WFS und VEMAS - nutzten den Messeauftritt, um aufbauend auf zahlreiche bisherige Aktivitäten ihre Kontakte in Russland - z. B. mit Kunden aus Novosibirsk, dem Swerdlowsker Gebiet und Tatarstan - zu vertiefen. Themen waren dabei vor allem Reengineering und Biogasanlagen. Konkret wurden über das von VEMAS geleitete BMBF-Projekt "EMPRu" (Effizienztechnologien für die Modernisierung der Produktion in Russland) wissenschaftliche Kontakte zwischen der Technischen Universität Chemnitz, dem Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Umformtechnik (IWU) und russischen Wissenschaftseinrichtungen - z. B. der STANKIN-Universität, dem ENIMS-Institut sowie dem Innovation and Technology Center in Kazan (KNIAT) - initiiert, die in gemeinsame Forschungsprojekte münden sollen.

WFS - Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH