Architektur- und Bauingenieurausbildungen in Zittau/Görlitz und Dresden werden zusammengeführt

Hochschule Zittau/Görlitz überführt ihre Fakultät Bauwesen bis Ende 2015 an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Die Architektur- und Bauingenieurausbildung der Hochschule Zittau/Görlitz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden werden zukünftig zusammengeführt. Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen der beiden Hochschulen und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Mit der Zusammenführung soll die Ausbildung in diesem Bereich konzentriert werden, so wie es der Hochschulentwicklungsplan 2020 vorsieht. Die Architektur- und Bauingenieurausbildung der Hochschule Zittau/Görlitz wird demnach bis spätestens Dezember 2015 an die HTW Dresden sowohl sachlich als auch personell überführt.

"Ein erster nicht unerheblicher Erfolg zeichnet sich durch diese Maßnahme ab. Mit der Überführung der Fakultät Bauwesen von der Hochschule Zittau/Görlitz an die HTW Dresden ist auf dem Weg der Zusammenführung von gleichförmigen Hochschulfächern ein wichtiger Schritt getan", so Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer. Der Hochschulentwicklungsplan sieht vor, gleiche Angebote abzugleichen und gegebenenfalls zusammenzuführen.

Für einen möglichst reibungslosen Übergang ist gesorgt. Mit der Überführung der Fakultät Bauwesen kommt es zu keinen wesentlichen Veränderungen für die Hochschule Zittau/Görlitz, weder in der Aufgabenstellung noch in der inneren Struktur. Mit Blick auf die bevorstehende Zusammenführung nimmt die Hochschule Zittau/Görlitz bereits seit dem Wintersemester 2011/2012 keine weiteren Studierenden mehr in den Studiengängen Architektur, Gebäudeenergietechnik, Technisches Gebäudemanagement und Bauingenieurwesen auf. Den bis dahin immatrikulierten Studierenden wird es jedoch - unter enger Zusammenarbeit der beiden Hochschulen - möglich sein, ihr Studium ordnungsgemäß weiterzuführen und ihren entsprechenden Abschluss zu erlangen. Auch das in diesen Studiengängen beschäftigte Personal wird weitgehend von der HTW Dresden übernommen. Die betroffenen Hochschullehrer werden zudem bereits vor dem Übernahmetermin in die Planung und Aufgaben im Bauingenieurwesen und der Architektur eingebunden. Die seitens der Hochschule Zittau/Görlitz aus zeitlichen Gründen nicht bis Ende 2015 abgeschlossenen Aufgaben in Forschung und Technologietransfer führt die HTW Dresden weiter.

Um einen bestmöglichen Ablauf zu garantieren wird eine Lenkungsgruppe eingesetzt. Sie besteht aus je einem Mitglied des Rektorates jeder Hochschule und der jeweiligen Fakultät. "Das Wissenschaftsministerium wird diesen Prozess begleiten und entsprechend seinem Zuständigkeitsbereich tatkräftig unterstützen", sicherte Sabine von Schorlemer heute in Dresden zu.

SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst