Streik bei Piepenbrock in Eisenhüttenstadt geht in die zweite Runde

Streikende erhalten prominente Unterstützung

Streik bei Piepenbrock in Eisenhüttenstadt geht in die zweite RundeDer Streik der Piepenbrock-Beschäftigten in Eisenhüttenstadt für mehr Lohn und den Abschluss eines Rahmentarifvertrags geht in die zweite Runde. Der am Mittwoch (16. Mai 2012) ausgesetzte Arbeitskampf ist am gestrigen Dienstag wieder aufgenommen worden. Die IG BAU und die Beschäftigten werden diese flexible Streiktaktik fortsetzen.

Ziel der spontanen Streikpausen ist es, für den Arbeitgeber unberechenbar zu bleiben. "Der Einsatz von Streikbrechern wird für Piepenbrock auf diese Weise unwirtschaftlich", sagte Streikkoordinator Mathias Kalusniak von der IG BAU. Er ist zuversichtlich, dass sich die Beschäftigten mit ihren Forderungen durchsetzen. "Die Stimmung ist gut und die Beteiligung liegt bei 100 Prozent."

Prominente Unterstützung erhalten die Piebenbrock-Beschäftigten am kommenden Donnerstag (24. Mai 2012) von Bürgermeisterin Dagmar Püschel. Sie will mit dem Besuch im Streiklokal (Gaststätte Sportlerheim, Waldstraße 1, 15890 Eisenhüttenstadt) ihre Solidarität mit den Streikenden der Piepenbrock Instandhaltung GmbH ausdrücken und sich vor Ort über die Lage informieren.

Die IG BAU hatte am 11. Mai 2012 die 62 Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Zuvor hatte sie das Scheitern der Haustarifverhandlungen erklärt.

Die IG BAU verhandelt bereits seit April des vergangenen Jahres mit Piepenbrock in Eisenhüttenstadt über einen Rahmentarifvertrag für das Unternehmen. Dieser liegt unterschriftsreif vor. Gleichzeitig wurde über einen hauseigenen Entgelttarifvertrag verhandelt.

Die IG BAU hatte ein Plus von mindestens einem Euro die Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten gefordert. Piepenbrock bietet lediglich ein Plus von zwei Prozent an. Bei dem Ecklohn für Facharbeiter von 9,91 Euro pro Stunde wären das gerade einmal 20 Cent. Gleichzeitig macht der Arbeitgeber nun den Abschluss des Rahmentarifvertrages von der Annahme des Lohnangebots abhängig.

Quelle: PM der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt