Beeskow - Mit trendige Flitzer zum Scharmützelsee oder durch das Schlaubetal

Zwei Elektrofahrräder stehen ab übermorgen in der Märkischen Tourismuszentrale (MTZ) zur Ausleihe zur Verfügung. Damit gehört sie zu den 15 Stationen in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch- Oderland, die diesen Service anbieten und das Netz weiter verdichten.

Mit trendige Flitzer zum Scharmützelsee oder durch das SchlaubetalMit dem E-Bike schafft man bequem an einem Tag auch größere Touren - von Beeskow zum Schwielochsee, zum Scharmützelsee nach Bad Saarow oder durch das Schlaubetal, wirbt Judith Schulz, Geschäftsführerin der MTZ, für das neue Gefährt. Weil ein Elektromotor beim Treten unterstützend wirkt und zu schnellerem Tempo führt, sind 40, 50 Kilometer relativ leicht zu stemmen. Die MTZ hat die trendigen Zweiräder, die um die 1000 Euro kosten, nicht gekauft, sondern sich dem Netzwerk "Sonne auf Rädern" angeschlossen. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Jugendwerkstatt Hönow (MOL), des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, des Fahrradherstellers Hercules und des Fahradhofes Altlandsberg. 15 Ausleihstationen, darunter die Tourist-Informationen in Eisenhüttenstadt, Neuhardenberg und nun auch Beeskow, mit 68 E-Bikes existieren bereits im Gebiet des Tourismusverbandes, sagt Projektleiter Detlef Grabsch. Weitere zehn Stationen seien geplant, auch die Zahl der E-Bikes soll auf 100 aufgestockt werden. "Es läuft sehr gut", findet Grabsch, der mit weiteren Verleihpartnern rechnet. Das könnten neben Tourist-Informationen auch Hotels, Vereine oder private Fahrradverleiher sein. Sein neuster Clou: In der Gemeinde Hoppegarten wird es demnächst die ersten E-Bikes als Dienstfahrräder geben. Auf eine Anfrage habe Bürgermeister Karsten Knobbe positiv reagiert. Nun hofft der Projektleiter von "Sonne auf Rädern"auf weitere Nachahmer.

In der Märkischen Tourismuszentrale in Beeskow haben die hier beschäftigten Damen die flinken Räder erst einmal gründlich in Augenschein genommen und Probefahrten gemacht. Jannett Hesse ist begeistert: "Für eine Tour nach Oegeln habe ich acht Minuten gebraucht, mit dem normalen Fahrrad benötige ich zwölf bis 13 Minuten." Das Elektrorad fahre sich sehr leicht, auch Pflaster sei kaum zu spüren, der der Sattel sei gut gefedert. Mit dem elektrischen Zweirad hätten auch weniger fitte Radfahrer die Möglichkeit, die Gegend auf den zahlreichen Radwegen zu erkunden, lädt Judith Schulz zum Ausprobieren ein. Man müsse zwar immer in die Pedale treten, aber über den akkubetriebenen Motor könnten Hügel oder längere Strecken leichter und natürlich auch schneller bewältigt werden. Der abnehmbare, über dem Hinterrad installierte Akku müsse erst nach 80 oder 90 Kilometern wieder aufgeladen werden - ganz normal über eine Steckdose. "Man kann es also auch für Mehrtagesfahrten ausleihen", empfiehlt Judith Schulz. "Ein Helm sei zwar für ein E-Bike nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert, denn man fährt ja doch schneller als auf dem normalen Fahrrad", rät die MTZ-Chefin.

Die Ausleihe ist nicht ganz billig, aber erschwinglich und beträgt für ein Rad 25 Euro pro Tag.

Wer das bevorstehende Pfingstwochenende für eine schöne Radtour nutzen möchte, erhält in der Beeskower Tourismuszentrale entsprechende Routenvorschläge mit Tipps für Sehenswürdigkeiten und Einkehr in Gaststätten.

Judith Schulz hofft, dass die schwarzen Flitzer gut angenommen werden. "Es gibt zwar noch keine konkreten Nachfragen, aber wir wollen mit diesem Angebot ein Bedürfnis wecken."

Auch größere Gruppen können sich für Ausflüge mit dem E-Bike anmelden. Auf Anfragen ist die MTZ in der Lage für Gruppen bis zu 30 Räder zu ordern.

Informationen und Anfragen zur Ausleihe von E-Bikes i n der Märkischen Tourismuszentrale Beeskow unter der Telefonnummer 03366 42211.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Beeskow