Hohe Auswinterungsschäden bei Winterweizen und Wintergerste im Land Brandenburg

Hohe Auswinterungsschäden bei Winterweizen und Wintergerste im Land BrandenburgSehr niedrige Temperaturen Anfang Februar 2012, verbunden mit Kahlfrösten, führten besonders im Winterweizen (19 Prozent) und in der Wintergerste (12 Prozent) zu starken Schädigungen. Daher wurden solche Felder umgebrochen.

2012 wird nach vorläufigen Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg Getreide von 481 800 Hektar zu ernten sein (2011: 484 200 Hektar). Dabei entwickelten sich die Anbauflächen der einzelnen Getreidearten sehr unterschiedlich. Die Anbaufläche des Roggen, Brandenburgs wichtigster Getreideart, erhöhte sich um 5 Prozent auf 203 600 Hektar. Der Roggen blieb weitgehend von der Auswinterung verschont.
Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die mit Winterweizen bestellte Fläche um 17 Prozent. Dieser Rückgang ist den Umbrüchen auf 29 900 Hektar geschuldet. Somit wächst Winterweizen 2012 nur noch auf 125 500 Hektar (2011: 151 600 Hektar). Die Umbrüche beim Winterweizen führten dazu, dass der Sommerweizen in diesem Jahr auf einer Rekordfläche von 12 000 Hektar (2011: 5 500 Hektar) ausgesät wurde.
Trotz des Umbruchs von 9 200 Hektar Wintergerste, stieg deren Anbaufläche auf 66 700 Hektar (2011: 65 900 Hektar). Profitiert von den Auswinterungsschäden haben 2012 auch Sommergerste (17 700 Hektar, +58 Prozent) und Hafer (16 200 Hektar, +19 Prozent). Triticale ist aufgrund der Auswinterungsschäden in Höhe von 8 Prozent im Jahr 2012 nur von 40 100 Hektar zu ernten (2011: 42 400 Hektar).

Seit 2006 kommt es zu einer Anbauausdehnung beim Silomais. Diese Pflanze wächst 2012 auf einer Fläche von 169 200 Hektar. Noch nie zuvor stand soviel Silomais auf Brandenburgs Feldern. Dieser erneute Anstieg (+2 Prozent) ist vor allem mit dem verstärkten Einsatz als Substrat für Biogasanlagen zu begründen.

Winterraps ist die dominierende Ölfrucht im Land. Obwohl auch hier 4 600 Hektar umgebrochen wurden, stieg die Fläche um 8 Prozent auf 127 600 Hektar.

2012 bleibt der Kartoffelanbau mit 8 600 Hektar in Brandenburg auf eher niedrigem Niveau relativ konstant. Zuckerrüben sind von 7 600 Hektar zu roden.

Über das Datenangebot des Bereiches Landwirtschaft informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg