Brandenburg erreicht Erleichterungen für ausländische Gründer

Bundesrat stimmt der vom Land Brandenburg initiierten Änderung im Bundesgesetz zu

Brandenburg erreicht Erleichterungen für ausländische GründerAuf Initiative des brandenburgischen Wirtschafts- und Europaministeriums können sich Ausländer, die an einer deutschen Hochschule ihr Studium abgeschlossen haben, künftig leichter selbstständig machen. Entsprechende Erleichterungen für die ausländischen Absolventen konnte das Land Brandenburg über den Bundesrat erreichen.

Bis jetzt stellten die hohen Anforderungen des Aufenthaltsgesetzes (* 21 Selbstständige Tätigkeit) für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis eine nicht unerhebliche Hürde insbesondere für junge Start-ups aus dem Hochschulbereich dar. So mussten in der Regel Investitionen von mindestens 250.000 Euro und die Schaffung von fünf Arbeitsplätzen nachgewiesen werden.

Eine ursprünglich von der Bundesregierung vorgelegte Änderung des Aufenthaltsgesetzes sah nur vor, dass die Beschäftigungsaufnahme von ausländischen Absolventen einer deutschen Hochschule erleichtert werden sollte. Regelungen zur Erleichterung einer selbstständigen Tätigkeit fehlten jedoch. Brandenburg brachte daraufhin eine Prüfbitte erfolgreich in den Bundesrat ein. In seiner jüngsten Sitzung hat der Bundesrat nun dem von der Bundesregierung daraufhin nochmals überarbeiteten Gesetz zugestimmt. Damit fallen zukünftig die strengen Anforderungen an eine Aufenthaltserlaubnis für ausländische Absolventen, die den Weg in die Selbstständigkeit beschreiten wollen, grundsätzlich weg.

*Es liegt im Interesse Brandenburgs mit seiner sehr guten Hochschullandschaft, bei uns ausgebildete, hoch motivierte Absolventen auch für eine Existenzgründung zu gewinnen und die jungen Leute so im Land zu halten*, sagte Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg