Ländlicher Raum - Positive Zwischenbilanz zur ILE-Förderung

Ländlicher Raum ist lebenswerter und attraktiver geworden

Ländlicher Raum - Positive Zwischenbilanz zur ILE-Förderung

Staatsminister Frank Kupfer hat heute (11. Mai 2012) eine positive Zwischenbilanz der Förderung des ländlichen Raumes über die "Integrierte Ländliche Entwicklung" (ILE) gezogen. "Im Freistaat sind 78 Prozent der ILE-Mittel bewilligt, die von der EU in der laufenden Förderperiode bereitgestellt werden", sagte der Minister. "Mit diesem Geld haben wir viel erreicht. Mit Hilfe der Fördermittel ist der ländliche Raum in Sachsen noch lebenswerter und attraktiver geworden." Insgesamt stehen von 2007 bis 2013 für die Integrierte Ländliche Entwicklung 583 Millionen Euro zur Verfügung.

Seit 2007 wurden im Freistaat für 5 254 ILE-Projekte 456,9 Millionen Euro bewilligt (Stand 30. April 2012). Weitere 828 Maßnahmen mit Zuschüssen in Höhe von 92 Millionen Euro sind beantragt. Ein großer Teil der Fördermittel fließt in den Umbau leerstehender ländlicher Gebäude zu privaten Wohnzwecken. Mit Zuschüssen von insgesamt 73,5 Millionen Euro konnten sich viele Familien den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen.

73,1 Millionen Euro fließen in Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung. Dazu gehört unter anderem die Erschließung von fast 700 unterversorgten Orten mit Breitbandanschlüssen. Dort gelangen künftig 133 000 Haushalte, 22 000 Unternehmen und 1 300 öffentliche Einrichtungen schnell ins Internet. In den Bereich Grundversorgung fallen außerdem die Unterstützung für Arzt- und Physiotherapiepraxen sowie die Förderung lokaler Wärmenetze.

"Sehr wichtig für den ländlichen Raum ist auch eine leistungsfähige und moderne Bildungsinfrastruktur", so der Minister. "Deshalb ist es seit Mai 2011 möglich, für die energetische Sanierung oder den Neubau von Schulen, Sporthallen und Kindertageseinrichtungen ILE-Fördermittel zu bekommen." Für derartige Projekte wurden bisher 42,0 Millionen Euro bewilligt. Darunter sind acht Millionen Euro, die der Freistaat 2011 aus Steuermehreinnahmen zweckgebunden für die Bildungsinfrastruktur im ländlichen Raum zur Verfügung gestellt hat.

Weitere Förderschwerpunkte der ILE sind die Förderung gewerblicher Maßnahmen und die Umnutzung leerstehender Gebäude für gewerbliche Zwecke, der Ausbau von Ortsstraßen und innerörtlichen Plätzen sowie Investitionen in Jugendclubs, Seniorentreffs, Bibliotheken und Gemeindeämter. Nicht zu vergessen die touristische Infrastruktur, bei der es unter anderem um Wanderpark-, Spiel- und Rastplätze sowie Lehr- und Erlebnispfade geht.

Der Erfolg der ILE-Förderung lässt sich auch an den damit in Verbindung stehenden Arbeitsplätzen messen. "Indem die Menschen in den Regionen in ihre Infrastruktur investieren, werten sie nicht nur ihr direktes Lebensumfeld auf, sondern schaffen und erhalten auch noch wichtige Arbeitsplätze", sagte Kupfer. "Das sind bisher insgesamt über 5 000."

SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft