Förster sehen sich als *Gralshüter* der Nachhaltigkeit

Rangsdorf - 180 Teilnehmer aus Forstpraxis, Forschung und Lehre sowie Privatwaldbesitzer, Unternehmer und Vertreter von Politik und Verwaltung aus Brandenburg und den benachbarten Bundesländern diskutieren morgen (10. Mai) auf der Jahrestagung des Brandenburgischen Forstvereins über Nachhaltigkeitsaspekte in der Forstwirtschaft

Einst erfunden und weiterentwickelt von Forstleuten ist Nachhaltigkeit inzwischen ein unverzichtbares und bewährtes Wirtschaftsprinzip Vorbild für viele andere Wirtschaftsbereiche. Angestrebt werden Lösungen, die ökologisches Gleichgewicht, ökonomische Sicherheit und soziale Gerechtigkeit zusammenführen und auf lange Sicht sicherstellen. Das Produkt Holz ist ein knappes Gut. Steigende Nachfrage und Preise in den letzten Jahren bewirken einen zunehmenden Nutzungsdruck auf die Wälder. Dabei liegt es in der gesetzlichen und moralischen Verpflichtung und im Eigeninteresse der Forstbetriebe aller Eigentumsarten, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung weiterhin zu gewährleisten.

So wird Brandenburgs Bauernpräsident Udo Folgart zu "Nachhaltigkeit aus Sicht des Eigentümervertreters für einen Landesforstbetrieb" referieren. Jörg Müller vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde bietet Informationen zur "Holznutzungs- und Walderneuerungsintensität im Gesamtwald Brandenburgs". Aus dem Landeskompetenzzentrum kommt auch Steffen Schmidt, der zur gemeinsamen Biodiversitätskonzeption der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vortragen wird.

Beispiele aus der Prignitz und Dahme-Spreewald

Über Nachhaltigkeit aus Sicht eines privaten Forstbetriebs spricht Albrecht Graf von Wilamowitz-Moellendorf vom Gut Krampfer (Prignitz), nachhaltige Waldbewirtschaftung am Beispiel der Oberförsterei Luckau ist das Thema von Christoph-Claudius Mertzig vom Landesbetrieb Forst Brandenburg.

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg