Brandenburg richtet sich auf den Elch *König der nordischen Wälder* ein

Um denkbaren Konflikten vorzubeugen, hat das Brandenburger Agrarministerium Empfehlungen des Landesjagdverbandes und des Naturschutzbundes (NABU) aufgegriffen, was die denkbare Wiederkehr des Elches "Königs der nordischen Wälder" betrifft.

Brandenburg richtet sich auf den Elch *König der nordischen Wälder* ein Foto tierpark-goerlitz.deBis zum Ende des Jahres wird die Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft beim Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde einen Managementplan "Strategien und Handlungsbedarf beim Umgang mit zuwandernden Elchen" entwickeln. Förstern, Jägern, Landwirten, Waldbesitzern, Naturschützern und Verkehrsexperten sollen rechtzeitig Hinweise an die Hand gegeben werden, um auf ein Zuwanderung der größten heute noch lebenden Hirschart vorbereitet zu sein.

Weil für die dem Jagdrecht unterliegenden Elche eine ganzjährige Schonzeit gilt, halten sich einige der Großsäugetiere heute wieder länger im Brandenburgischen auf. Seit 1990 wurden insbesondere entlang von Oder und Neiße 72 Sichtungen gezählt. Im gleichen Zeitraum sind acht Totfunde bekannt. Ob Elche in den märkischen Wäldern auch wieder dauerhaft heimisch werden, wissen Experten zurzeit noch nicht einzuschätzen. Der Elch-Management-Plan dient ausdrücklich nicht dazu, die Ansiedlung des nordischen Riesen gezielt zu befördern. Vielmehr erhoffen sich Fachleute durch die wissenschaftliche Begleitung wichtige Erkenntnisse in Fragen der Verkehrssicherheit und bei der Kompensation von Wildschäden.

Rund 10.000 Weidleute sind im Landesjagdverband organisiert

Das Hoheitsgebiet des Brandenburger Jagdverbandes umfasst 1,35 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, 1,1 Millionen Hektar Wald und 60.000 Hektar Wasserfläche. Im Jagdjahr 2010/11 gingen einschließlich der Jagdgäste etwa 16.000 Weidleute auf die Pirsch. Von den gut 12.500 Jagdscheininhabern im Land sind annähernd 10.000 im Landesjagdverband organisiert. Die "Frauenquote" pendelt immerhin zwischen sechs und sieben Prozent.

Foto:  tierpark-goerlitz.de

Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg