IG Metall-Tarifrunde 2012 - Mai-Kundgebungen am 1. Mai in Cottbus und Finsterwalde

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg haben mit ihrer starren Haltung bei der dritten Tarifverhandlung am gestrigen Mittwoch, 25.04.2012, in Berlin den Konflikt verschärft*.

Die IG Metall macht mobil: Über 500 Mitglieder demonstrierten zur Verhandlungsrunde am 25. April in Berlin, nun wird zu Mai-Kundgebungen in Cottbus und Finsterwalde aufgerufen

"Mit ihrem unakzeptablen Angebot haben die Arbeitgeber uns den Ball zugespielt. Es liegt jetzt an den Beschäftigten, ob wir in Südbrandenburg und der Lausitz den Ball aufnehmen und damit unsere Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Im Vorfeld möglicher Warnstreiks ist eine breite Teilnahme an den 1. Mai-Kundgebungen in Cottbus und Finsterwalde das erste wichtige Signal", so Ralf Köhler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Südbrandenburg, der als Mitglied der Tarifkommission für die Berlin-Brandenburger Arbeitnehmer an den Verhandlungen in Berlin direkt teilnahm.

Die Mai-Kundgebung in Cottbus beginnt um 10.00 Uhr auf dem Heronplatz. Hier wird die IG Metall mit einem kreativen Tarifscrabble-Gewinnspiel auf ihre Ziele im Streit um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen aufmerksam machen - mitmachen und "punkten" können alle interessierten Bürger und Bürgerinnen.

In Finsterwalde startet am 1. Mai um 9.00 Uhr ein Fahrradkorso vom Marktplatz zu einem anschließenden politischen Frühschoppen. Der Fahrradkorso wird verschiedene Betriebe anfahren, um vor Ort über aktuelle Konflikte zu informieren.

Die IG Metall vertritt in der Region Südbrandenburg 2.000 Arbeitnehmer im Bereich der Metall- und Elektroindustrie. Da sich viele Unternehmen an dieser Leitbranche orientieren, werden die Ergebnisse der Tarifrunde 2012 auch Folgen für viele weitere Beschäftigte haben.

*Das "Angebot" der Arbeitgeber verschärft die Tarifrunde 2012

  • 3 Prozent Plus für 14 Monate gehen an der wirtschaftlichen Realität vorbei. Umgerechnet auf 12 Monate entspricht die angebotene Erhöhung nur 2,57 Prozent.
  • Unverbindliche Appelle zur Übernahme beseitigen die unsichere Situation der jungen Generation nicht.
  • Branchenzuschläge bei der Leiharbeit befürworten sie, aber einer Regulierung von Leiharbeit durch eine erweiterte Mitbestimmung der Betriebsräte wird kategorisch abgelehnt. Dies weckt Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Absichten.
  • Arbeitgeber, die sich einer Regulierung von Leiharbeit entziehen und gleichzeitig die Ausweitung von Arbeitszeit und von sachgrundlosen Befristungen fordern, wollen die daraus resultierenden Mehrkosten auf die Stammbelegschaft abwälzen. Das ist unverschämt.

Weitere Informationen www.suedbrandenburg.igmetall.de

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Quelle: IG Metall Südbrandenburg