Wegzug der Landesärztekammer aus Cottbus

Mit einem Brief an die Landesärztekammer Brandenburg außert Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski seinen Protest zum vorgesehenen Wegzug der Landesärztekammer aus Cottbus.

Auszug aus dem Brief des Cottbuser Oberbrügermeister

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstands,
sehr geehrte Kammerversammlungsmitglieder der Landesärztekammer Brandenburg,

mit großer Sorge sehen wir die bekannt gewordenen Umzugsüberlegungen für den Hauptsitz der Landesärztekammer aus Cottbuser in die Landehauptstadt.
Bevor Sie Ihre Entscheidung fällen, bitte ich Sie alle sehr eindringlich, die Nachhaltigkeit Ihrer Idee noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.

Ist wirklich die räumliche Konzentration in Potsdam der Weisheit letzter Schluss?
Ist die Argumentation der günstigen Anfahrtswege in das zentral im Land gelegene Potsdam wirklich ein Hauptargument?

Warum soll die mit Erfolg und positiven Effekten gelebte Situation der zwei Standorte im Land (Sitz der LÄK in Cottbus und Geschäftsstelle in Potsdam) aufgegeben werden?
Wie wollen Sie Ärzten die Attraktivität einer Anstellung in den berlinfernen Räumen erklären, wenn Sie selbst durch ihren Umzugsbeschluss diese Attraktivität einschränken?

Sind die tatsächlich entstehenden finanziellen und vor allem auch zeitlichen Aufwendungen, die für die einzelnen Kammermitglieder durch den Umzug entstehen, wirklich realitätsnah durchgeprüft worden?

Werden Arbeitsplätze von Cottbus nach Potsdam mit den negativen Auswirkungen für Südbrandenburg verlegt?
Wenn kostbare Zeit, die eigentlich für die Patienten da sein sollte, durch den Umzug noch weiter reduziert wird, wird der schon bestehende Ärztemangel aus eigener Kraft verstärkt.

Allein durch das Bekanntwerden Ihrer Überlegung ist für die Region Südbrandenburgs ein deutlicher Imageschaden entstanden. Nur durch ein klares Bekenntnis zur Region, ein eindeutiges Bekenntnis zum Beibehalt des Kammersitzes in Cottbus im Land kann dieser Imageschaden beseitigt werden.

Den vollständigen Brief können Sie sich hier herunterladen.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Cottbus