Piepenbrock-Beschäftigte in Eisenhüttenstadt ziehen an einem Strang

Schulterschluss-Warnstreik in Eisenhüttenstadt: "Nicht länger Arbeitnehmer zweiter Klasse"

Die Forderung der Piepenbrock-Beschäftigten ist klar: Rahmentarifvertrag und höherer Lohn.Warnstreik im Schulterschluss: 95 Prozent der Wartungs- und Instandhaltungsmonteure im Stahlwerk Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) haben ihre Arbeit niedergelegt. Für die IG BAU Berlin-Brandenburg ist dies ein voller Erfolg:"Die Belegschaft zieht an einem Strang. Die Chef-Etage in Osnabrück hat damit ein deutliches Signal aus Eisenhüttenstadt bekommen. Jetzt muss die Piepenbrock-Zentrale in Niedersachsen die Botschaft nur noch verstehen ...", sagt IG BAU-Sekretär Mathias Kalusniak.

Bis Freitag, 20. April, erwartet die IG BAU ein akzeptables Angebot von der Piepenbrock-Geschäftsführung. Die Forderung der Gewerkschaft ist klar: Sie will für die rund 60 Beschäftigten der Piepenbrock Instandhaltung GmbH + Co. KG in Eisenhüttenstadt einen Rahmentarifvertrag und einen um einen Euro höheren Stundenlohn.

"Derzeit gehen die Wartungs- und Instandhaltungsmonteure mit 9,91 Euro pro Stunde nach Hause. Das kann so nicht weitergehen. Die Beschäftigten haben es satt, als ‚Arbeitnehmer zweiter Klasse' behandelt zu werden", sagt Kalusniak. Schalte die Piepenbrock-Geschäftsführung auf stur, dann werde es unweigerlich zur Urabstimmung kommen. Die Piepenbrock-Belegschaft wird dann über einen unbefristeten Streik entscheiden.

Quelle Text/ Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt