Görlitz - Beste Voraussetzungen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen am ehemaligen Kraftwerkstandort

Mit der Berichterstattung zum Stand der öffentlichen Erschließungsmaßnahmen hat der Zweckverband "Industrie- und Gewerbegebiet Hagenwerder" in seiner Sitzung am 30. März 2012 den Abschluss der öffentlichen Erschließungsmaßnahmen bekannt gegeben.

Görlitz - Beste Voraussetzungen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen am ehemaligen KraftwerkstandortDie Erschließungsmaßnahmen begannen nach dem Rückbau der Altkraftwerke Hagenwerder I und II mit der Sanierung der Steinbrücke Tauchritz über die Pließnitz im Mai 2004. In den Folgejahren wurden in drei Bauabschnitten insgesamt 3,2 Millionen Euro für den Bau von Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersystemen sowie den Straßenbau, die Beleuchtung und das Begleitgrün aufgewendet. Davon wurden 2,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur vom Freistaat Sachsen bereitgestellt.

In enger Kooperation zwischen der Stadt Görlitz und Vattenfall, vertreten durch die Biq Standortentwicklung und Immobilienservice GmbH, wurden in sieben Jahren u. a. 1,3 Kilometer Straßen gebaut, die die Transportmöglichkeiten der angesiedelten Firmen wesentlich verbesserten. Die Haupterschließungsstraße zwischen dem Kreisverkehr Tauchritz und der Bundesstraße 99 ist zwischenzeitlich öffentlich gewidmet und trägt nun den Namen Nickrischer Straße, in Erinnerung an den alten Ortsnamen von Hagenwerder.

Parallel zu den Erschließungsmaßnahmen wurden intensive Gespräche durch die Wirtschaftsförderer der Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH (EGZ) und des Zweckverbandes mit Investoren geführt. Auch wenn noch nicht alle Wünsche wahr geworden sind, kann der Zweckverband mit Freude auf Ansiedlungen wie der KSC Kraftwerks-Service Cottbus Anlagenbau GmbH und seit 2011 der Pla.to GmbH blicken.

Dass am Industrie- und Gewerbestandort Hagenwerder Interesse zur Ansiedlung durch mittelständische Unternehmen besteht, zeigen die laufenden Gespräche mit Investoren, die auch zukünftig den Schwerpunkt der Arbeit des Zweckverbandes zusammen mit der EGZ darstellen. "Das Industrie- und Gewerbegebiet Hagenwerder weist eine gute Entwicklung auf. Der Bau der S 111a würde die Chancen für weitere Ansiedlungen am Standort deutlich erhöhen, denn sie sichert eine bessere Verkehrsanbindung und entlastet auch unsere Innenstadt vom Schwerlastverkehr. Darüber hinaus schaffen neue Arbeitsplätze auch einen Anreiz, in unserem südlichen Ortsteil zu wohnen. Entsprechende Angebote sind da und die Nähe zum Berzdorfer See wird sich auch künftig noch stärker darauf auswirken.", schätzt der Zweckverbandsvorsitzende und Oberbürgermeister Joachim Paulick ein.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Görlitz