Baupreisindex im Land Brandenburg um 3,7 Prozent gestiegen

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Land Brandenburg im Berichtsmonat Februar 2012 gegenüber November 2011 um 2,0 Prozent auf einen Indexstand von 131,0 (Basis 2005 = 100) gestiegen. Die Veränderung zum Vorjahresmonat Februar 2011 betrug 3,7 Prozent.

Baupreisindizes im Land Brandenburg (Basis 2005 ? 100)Von November 2011 bis Februar 2012 sind die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) mit +2,0 Prozent deutlich angestiegen. Dies war in erster Linie auf Preiserhöhungen für den Rohbau (+2,2 Prozent) zurückzuführen. Aber auch für Ausbauarbeiten wurden höhere Preise als im November 2011 ermittelt (+1,9 Prozent). Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatten dabei Preissteigerungen für Naturwerksteinarbeiten (+6,7 Prozent), Abdichtungsarbeiten (+5,1 Prozent), Metallbauarbeiten (+3,8 Prozent), Betonarbeiten (+3,4 Prozent), Fliesen- und Plattenarbeiten (+3,2 Prozent), die Installation von Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+3,0 Prozent) und Tapezierarbeiten (+3,0 Prozent), die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+2,7 Prozent), Dachdeckungsund Dachabdichtungsarbeiten (+2,6 Prozent) sowie der Einbau von Gas-, Wasserund Abwasseranlagen in Gebäuden (+2,6 Prozent).

Die jährliche Veränderung des Baupreisindex hat im Februar 2012 gegenüber Februar 2011 mit +3,7 Prozent deutlich zugelegt (November 2011: +3,1 Prozent). Vor allem erneut deutlich gestiegene Preise für Rohbauarbeiten (+4,1 Prozent) aber auch merklich höhere Preise für Ausbauarbeiten (+3,4 Prozent) riefen diese Entwicklung hervor. Besonders hohe jährliche Preisveränderungen für Abdichtungsarbeiten (+9,5 Prozent), die Installation von Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+7,6 Prozent), Naturwerksteinarbeiten (+7,0 Prozent), Metallbauarbeiten (+6,0 Prozent), Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (5,3 Prozent), Betonarbeiten (+5,1 Prozent), der Einbau von Gas-, Wasser- und Abwasseranlagen in Gebäuden (+4,9 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+4,5 Prozent) sowie Erdarbeiten (+4,5 Prozent) trugen in erster Linie zur Gesamtentwicklung bei. Preisreduzierungen waren im Jahresvergleich nicht zu verzeichnen.

Die Betrachtung der Preisentwicklung nach Bauwerksarten zeigte ein ähnliches Bild. So waren der Neubau von Mehrfamilien- (+4,1 Prozent) sowie Ein- und Zweifamiliengebäuden (+3,6 Prozent) sowie die Instandhaltung von Wohngebäuden (Mehrfamiliengebäude ohne Schönheitsreparaturen und Schönheitsreparaturen in einer Wohnung: jeweils +4,5 Prozent) im Februar 2012 erneut deutlich teurer als vor einem Jahr. Gleiches gilt für den Neubau von Nichtwohngebäuden und sonstigen Bauwerken. So kostete im Februar 2012 der Bau von Brücken 5,0 Prozent, Straßen 4,8 Prozent, gewerblichen Betriebsgebäuden 4,6 Prozent, Bürogebäuden 4,1 Prozent und Ortskanälen 4,0 Prozent mehr als im Februar 2011.

Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg