Frankfurt (Oder) - Neuausrichtung der gewerblichen Förderung

Das wichtigste Förderprogramm für die regionale gewerbliche Wirtschaft, die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", kurz GRW-G, wird neu ausgerichtet. Sie ist künftig in zwei Richtlinien aufgeteilt.

Frankfurt (Oder) - Neuausrichtung der gewerblichen FörderungHeute findet in der Konzerthalle Frankfurt (Oder) ab 15:00 Uhr das "Regionalforum: Das neue Förderangebot der GRW-G" statt. Dort wird die Weiterentwicklung der regionalen gewerblichen Wirtschaftsförderung vorgestellt. Auf dem Regionalforum begrüßen Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), sowie Tillmann Stenger, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Das Forum ist gemeinsam von ILB und ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) organisiert worden.

Die GRW-G teilt sich künftig in das "Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen" und die "große Richtlinie". Dies soll den Belangen der in Brandenburg tätigen Unternehmen nun noch besser entsprechen. Zahlreiche Herausforderungen wie Innovationsorientierung der Unternehmen, Fachkräfteentwicklung, Klima- und Umweltschutz, die zukünftige EU-Kohäsionspolitik, aber auch künftig geringer werdende Fördermittel und eine notwendige Haushaltskonsolidierung bildeten dabei den Gestaltungsrahmen.

Zu den beiden neuen GRW-G Förderprogrammen sagte Stenger: "Das neue Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen wird zu weniger Bürokratie und deutlicher Vereinfachung für Unternehmen bis 49 Beschäftigten führen. Angesichts knapper werdender Fördermittel müssen wir die vorhandenen Mittel noch effizienter einsetzen. Wir konzentrieren uns bei der neuen Großen Richtlinie auf Investitionen, die mit großen Einkommens- und Beschäftigungseffekten einhergehen und mit einer fairen Entlohnung verbunden sind, die auf Innovationen und ökologische als auch soziale Nachhaltigkeit setzen und regionalwirtschaftlich bedeutsam sind."

"Die neue Wirtschaftsförderung ist konsequent auf die Stärken in den Clustern des Landes und der Hauptstadtregion ausgerichtet", betonte der Sprecher der ZAB-Geschäftsführung, Dr. Steffen Kammradt. "Brandenburg bündelt damit die Kräfte für die Zukunft. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zielgenau für Projekte eingesetzt, die die Struktur der Wirtschaft im Land Brandenburg langfristig stärken. Dass künftig noch mehr auf die Qualität einer Investition, auch in sozialer und ökologischer Hinsicht geachtet wird, zeigt: Brandenburg ist ein Qualitätsstandort - und Qualität wird hier honoriert. Das ist ein gutes Signal ins Land und nach außen."

Über das vereinfachte GRW-G Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen erhalten Unternehmen mit nicht mehr als 49 Mitarbeitern und einem Investitionsvolumen bis 1,5 Mio. Euro auf Basis einer schlanken Richtlinie unabhängig von der Branche oder Zuordnung zu einem Cluster, die für ihre Region geltende Höchstförderung von 40 Prozent oder 50 Prozent.

Bei Investitionen ab 1,5 Mio. Euro erfolgt im Rahmen der großen Richtlinie eine Konzentration auf die Kernbereiche der fünf gemeinsamen Cluster mit Berlin und der vier Brandenburger Cluster.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg