IG Metall Tarifabschluss bei REISS-Büromöbel in Bad Liebenwerda

Gute Neuigkeiten: Im März konnte nach einvernehmlichen Verhandlungen der IG Metall im zweiten Anlauf ein neuer Tarifabschluss mit REISS-Büromöbel, einem der mittelständischen Vorzeige-Unternehmen Südbrandenburgs, erreicht werden.

REISS Büromöbelwerke in Bad Liebenwerda"Wir brauchen vor allem eine spürbare Entgelterhöhung bei den Gewerblichen, denn das durchschnittliche Entgelt eines gewerblichen Facharbeiters liegt bei gerade einmal 1729 € brutto. Hier muss sich was tun!", sagte Betriebsratsvorsitzender Albrecht Koch in Vorbereitung der Neuverhandlungen. Mit Hilfe der IG Metall tat sich dann auch Einiges! Die Neuauflage der Tarifverhandlungen bei REISS Büromöbel wurde notwendig, da der vergangene Abschluss zum Jahresende durch die IG Metall widerrufen werden musste. Grund für den Widerruf waren die schleppenden Einführungsverhandlungen des geplanten, neuen Tarifsystems zwischen den Betriebsparteien und letztlich die Nichtumsetzbarkeit der vom Arbeitgeber vorgesehenen Eingruppierungen. Durch weitere Gespräche zwischen IG Metall und Arbeitgeber, die nach dem Widerruf einsetzten, konnten die Tarifparteien die Verhandlungen zum Jahresbeginn wieder aufnehmen und innerhalb weniger Wochen auch erfolgreich zu Ende führen.

Der neue Tarifabschluss bezieht sich nun zukünftig auf die aktuellen tariflichen Bedingungen in der Holz-und Kunststoffbranche. Er hat zur Folge, dass vor allem in den gewerblichen Bereichen eine spürbare Erhöhung der Entgelte vorgenommen wird. Somit wird sich vorwiegend die Situation Beschäftigter der unteren Entgeltstufen verbessern. Ein modernes, differenziertes Entgeltgruppensystem wird jetzt die Stärken der einzelnen Mitarbeiter besser bewerten helfen. Zudem wurde ein stufenweiser Einstieg ins Urlaubsgeld erreicht, das über die Laufzeit jährlich um 100 € erhöht wird. Im Ergebnis werden die Entgelte für 2012 durchschnittlich um 6,5% erhöht! Die Auszubildenden-Vergütungen werden bereits jetzt auf das volle Niveau der Fläche angehoben - das schafft Chancen für gute Bewerber und ist ein Signal für Ausbildungsperspektiven in der Region.

"Mit diesem Ergebnis sind wir auf einem guten Weg - den wir allerdings bis zur Durchsetzung eines 100-prozentigen Anerkennungstarifvertrages weitergehen werden.", sagte Frank Ernicke von der IG Metall Südbrandenburg zum erreichten Stand. Ab Ende 2014 sind so weitere Verhandlungen vereinbart worden.

Weitere Informationen www.suedbrandenburg.igmetall.de

Quelle: Presseinformation der IG Metall Kooperationsregion Cottbus-Südbrandenburg