IG Metall Kooperationsregion Cottbus-Südbrandenburg wählt regionalen Spitzenvertreter

Ralf Köhler wieder zum regionalen Spitzenvertreter der IG Metall gewählt

Gruppenbild mit den Betriebsräten aus den regionalen Unternehmen der metall- und Elektroindustrie mit Tarifbindung

"Wir brauchen mehr Bewegung in den Köpfen. Es muss uns gelingen, gerade den Menschen in unserer Region Mut zu machen und durchsetzungsfähige Macher mit Rückgrat zu gewinnen, die sich von der Arbeitgeberseite nicht einschüchtern oder "einlullen" lassen. Darin sehe ich die größte Herausforderung meiner nächsten Amtszeit.", so Ralf Köhler nach seiner Wiederwahl zum Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Kooperationsregion Cottbus-Südbrandenburg. Die Wahl wird alle vier Jahre durch die Delegierten der Kooperationsregion durchführt, die ebenfalls alle vier Jahre durch die Gewerkschaftsmitglieder gewählt werden - in unserer Region werden so 6.180 Arbeitnehmer der Metall- und Elektroindustrie vertreten.

Die Wiederwahl von Ralf Köhler beeindruckte vor allem im Ergebnis: 100 % der Delegierten aus der Region Cottbus und 92 % der Delegierten aus der Region Südbrandenburg gaben ihm ihre Stimme. Mit Blick auf die Tarifrunde 2012 ein enormer Rückenwind. Zudem wurden die Ortsvorstände neu gewählt - auch hier durchweg mit klaren Mehrheitsverhältnissen schon in den ersten Wahlgängen. Um die Tarifrunde drehten sich dann auch viele Reden und Gespräche auf der konstituierenden Versammlung im Kurmärkersaal in Großräschen. Die anwesenden Delegierten und Betriebsräte erhielten klare Argumente an die Hand, warum für die IG Metall gerade in unserer Region die drei zentralen Forderungen 6,5 % mehr Lohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit (auch Leiharbeit!) und die unbefristete Übernahme Auszubildender unmittelbar zusammen hängen.

Ralf Köhler nach seiner WiederwahlMit Blick auf unsere Region gab Ralf Köhler abschließend auch deutliche Zeichen: "Wir werden in diesem Jahr klare Kante zeigen. Missstände in der regionalen Wirtschaft werden beim Namen genannt, wie wir das mit der Starz GmbH bereits getan haben. Hier liefern wir Zündstoff für die öffentliche Auseinandersetzung. Es ist wichtig, dass die Menschen hier merken, dass es auch anders geht. Wir können Abwanderung nur stoppen, regionale Kaufkraft erhöhen, mehr Steuereinnahmen und SV-Beiträge generieren, wenn das Land und Wirtschaftsverbände nachhaltiger agieren. Das betrifft auch die Förderpolitik des Landes, die in dokumentierten Fällen Firmen Millionen an Fördergeldern in den Rachen wirft, die dann hier sittenwidrige Löhne zahlen und den Gewinn aus der Region schleusen. Das muss aufhören. Im Wettbewerb um gut qualifizierte und engagierte Fachkräfte zählen zudem neben Arbeitsbedingungen und Einkommen auch betriebliche Mentalitäten, wie Führungsqualität, Wertschätzung, Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Entwicklungsoptionen. Auch hier hat unsere Region immensen Nachholbedarf. Leider gibt es wichtige Partner der Energieregion, der Wirtschaftsinitiative Lausitz (WIL) bzw. strukturbestimmender Unternehmen im regionalen Wachstumskern Westlausitz (RWK), die sich weder zur betrieblichen Mitbestimmung noch zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Gewerkschaften bekennen. Das muss sich ändern. Wer Wachstum in der Region will, braucht Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft bei den Arbeitnehmern - und das funktioniert nur in einer fairen Arbeitswelt, die Mitbestimmung ermöglicht."

Fotos: Ralf Köhler nach seiner Wiederwahl und ein Gruppenbild mit den Betriebsräten aus den regionalen Unternehmen der metall- und Elektroindustrie mit Tarifbindung

Quelle: PM der der IG Metall Südbrandenburg