Sächsische Forschung und Technologie im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union erfolgreich

Die Forschungs- und Technologieförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst hat in erheblichem Maß dazu beigetragen, dass insgesamt 489 Forschungsvorhaben sächsischer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die durch das Programm der Europäischen Union unterstützt werden, das für eine Förderung ausschlaggebende Exzellenzkriterium erfüllen konnten.

Die Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union sind ein wesentliches Instrument für die die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Europa. Um die Einführung und Kommerzialisierung großflächiger Elektronik durch die Bildung von Industrieclustern weiter voranzutreiben, haben sich im September 2011 Partner aus Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien und Deutschland zum Verbund Commercialisazion Clusters of Organic and Large Area Electronics (COLAE) zusammengeschlossen. Der Verbund stellt Ressourcen und Know-how der Partner zur Verfügung, um Unternehmen der Branche Fortschritte und Gründern den Markteintritt zu ermöglichen. Die Europäische Union fördert COLAE in den kommenden Jahren mit insgesamt 3,2 Millionen Euro. Einer der drei deutschen Partner von COLAE ist das privatwirtschaftlich organisierte sächsische Netzwerk Organic Electronics Saxony e. V. (OES), das seit 2008 die Kompetenz säch-sischer Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie ausgewählter global tätiger Akteure im Bereich der organischen Elektronik bündelt. Das sächsische OES-Netzwerk ist damit der 100ste sächsische Teilnehmer am 7. Forschungsrahmenprogramm aus dem Bereich der Wirtschaft (PDF 4,4 MB).

"Ich freue mich, dass immer mehr sächsische kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen die europäische Forschungs- und Technologieförderung entdecken. Ich weiß, es ist mühsam, aber es lohnt sich. In Zukunft werden europäische Forschungs- und Technologie-Fördermittel eine noch größere Bedeutung erlangen. Ich appelliere daher an alle Akteure, den hundert Vorbildern in Sachsen zu folgen. Wir legen mit unserer sächsischen Forschungs- und Technologieförderung die Basis für erfolgreiche Beteiligung hiesiger Akteure an Europäischen Forschungsprogrammen", erklärte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, anlässlich der erfolgreichen Antragstellung zum 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union.

Experten erwarten, dass der Markt für organische und großflächige Elektronik stark wachsen wird. Sie prognostizieren neue, kostengünstige Produkte aus umweltfreundlichen Materialien, deren Herstellung wenig Energie erfordert. Im Freistaat Sachsen werden bereits Organische Leuchtdioden (OLEDs) und organische Solarzellen hergestellt, vertrieben oder stehen kurz vor Fertigungsreife.

Zu den international erfolgreichsten sächsischen Unternehmen gehören die Novaled AG, die Heliatek GmbH, die Plastic Logic GmbH und die LEDON OLED Lighting GmbH Co. KG. Mit der Grundlagenforschung in den Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden, der angewandten Forschung in mehreren Fraunhofer-Instituten des Landes und speziellem Know-how in Bereichen wie Materialentwicklung, Mikrolaserbearbeitung, Anlagenbau, Produktion und Entwicklung organischer Halbleiterbauelemente, Vakuumverdampfung, Dünnschichttechnologie und gedruckter Elektronik befinden sich in Sachsen Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst