Schweinemastanlagen – eine echte Zukunftsvision für die Oberlausitz?

Am 25.04.2012 lädt das "Bündnis Zukunft Oberlausitz" zu einer Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Joachim Ragnitz, Wirtschaftsforscher und Präsident des ifo-Institutes Dresden, in die Hillersche Villa nach Zittau ein. Thema des Abends ist: "Dem demografischen Wandel in der Oberlausitz zukunftsgewandt begegnen."

Am 28.12.2011 ging ein Raunen durch die Oberlausitz. In der SZ war ein Artikel erschienen, in dem Herr Prof. Dr. Joachim Ragnitz vom ifo-Institut Dresden Stellung nahm zu den Zukunftsaussichten der Region Oberlausitz. Er malte u. a. eine bizarre Zukunftsvision einer menschenleeren Verwerfungszone voller Schweinemast- und Müllverbrennungsanlagen.

Das Raunen war überdeutlich - und entsprang dem Gefühl, daß da etwas so nicht stimme. Die vielen veröffentlichten Leserbriefe und Reaktionen auf Ragnitz Äußerungen zeigen deutlich, daß hier offensichtlicher Diskussionsbedarf besteht.

Im Rahmen eines Gesprächs durch den Landtagsabgeordneten Stephan Meyer hat das "Bündnis Zukunft Oberlausitz" Prof. Dr. Ragnitz daher eingeladen, die Oberlausitz zu besuchen, um vor Ort zu diskutieren und aufzuzeigen, wie engagiert hier an einer Zukunftsfähigkeit gearbeitet wird - jenseits der entworfenen Wüstenei-Visionen. Die Idee dieser Podiumsdiskussion entstand auf der 2. Oberlausitzer Zukunftswinternacht am 29.12.2011 im Traumpalast Mittelherwigsdorf.

Ziel des Abends ist es, in Diskussion zu treten mit dem Wirtschaftsforscher und ein realistisches Bild der Region zu zeichnen. Stephan Meyer (MdL) sowie Dr. Maik Hosang (Institut für Sozialökologie, Hochkirch) werden in Diskurs treten mit Joachim Ragnitz.

Termin ist der 25.04.2012, 17:00-20:00 in der Hillerschen Villa in Zittau, Klieneberger Platz 1.

Das "Bündnis Zukunft Oberlausitz" hofft auf rege Teilnahme: "Wir laden die Menschen der Oberlausitz ein, sich zahlreich zu beteiligen und dadurch von der Vielfalt und dem Engagement vor Ort zu zeugen. Die Zukunft wird hier sehr wohl gestaltet von verschiedensten Akteuren. Es geht jetzt darum, sichtbar zu werden, unsere Region zu vertreten und ein positives Bild zu zeichnen, daß den Realitäten eher entspricht.", so Franziska Schubert, Mit-Initiatorin des Zukunftsbündnisses.

Um Anmeldung zur besseren Planung wird gebeten unter www.zukunft-oberlausitz.jimdo.com  oder per Mail an zukunftskonvent@googlemail.com.

Quelle: Pressemitteilung "Bündnis Zukunft Oberlausitz"